Teil 2

Er musste sich erst mal setzen. Wie automatisch griff er zu seinem Handy und wählte Terrys Nummer. Zu seiner Erleichterung ging sie bereits nach dem zweiten Klingeln ran. „Ja?“ meldete sie sich knapp, und Don hatte das Gefühl, dass er sie bei irgendetwas gestört hatte. „Terry?? Ich bins... Don..“ meinte er. Terry klang ein wenig überrascht. „Oh, Don... was kann ich für dich tun?“ „Terry..kannst...kannst du sofort zur Uni kommen?“ Sie wunderte sich über dieses stottern. Was brachte ihn so aus der Fassung? „Ja klar...ich bin gleich da!“ Noch bevor Don etwas sagen konnte, hatte sie aufgelegt. Er hoffte, sie würde sich beeilen. Das alles hier war zu schrecklich für ihn...
Terry machte sich sofort auf den Weg zur CalSci. Sie fragte sich, was bloss mit Don los war, denn er klang so nervös und aufgeregt. Das erlebte sie nicht oft, denn meistens wusste Don es zurückzuhalten oder gekonnt zu überspielen bzw. in den Hintergrund zu schieben. Dennoch, sie konnte sich vorstellen, dass ihn etwas sehr schockiert hatte und es wichtig für ihn war... um was auch immer es ging! Langsam machte sie sich Sorgen um ihn. Was hatte ihn so aus der Fassung gebracht? Sie seufzte. „Bitte, lass es nicht allzu schlimm sein.. und bitte, bitte mach, dass nichts mit Don oder seiner Familie passiert ist...“ dachte sie und schickte ihr Stoßgebet gen Himmel. Sie wusste ja noch nicht, was passiert war und worum es wirklich ging...
Charlie wusste nicht, wo er sich befand. Es war dunkel und kalt, und er lag auf dem harten Boden. Dort, nicht weit entfernt, lagen eine dünne Decke und ein Kissen, aber das war auch schon das einzige, was er erkennen konnte. Es roch ein wenig modrig, was ihn ahnen ließ, dass er sich wohl in einem Keller befinden musste. Er hörte eine Tür quietschen und schließlich schwere Schritte, die auf dem Boden dumpf knallten. Ängstlich hielt er die Luft an als er wahrnahm, dass diese Schritte ihm immer näher kamen. Er hielt die Luft an, als sich die Tür fast lautlos öffnete und drückte sich in eine Ecke. Eine große, bullige Person stand im Gegenlicht, sodass er nichts erkennen konnte. Diese Person kam gradewegs auf ihn zu, und es schien ihm, als hielt sie ein langes Kantholz in der Hand. Als ihn der erste Schlag mit dem „Gerät“ traf, bestätigte sich seine Vermutung. Durch den Schlag schmerzte sein Kopf und ihm wurde kurzzeitig schwindlig. Dann spürte er etwas warmes seine Stirn hinunterlaufen- Blut! Er saß schon etwas schräger als normal, und als der zweite schlag ihn traf, gingen die Lichter vollends aus. Seine Angst erstarb plötzlich, genau wie alles andere. Das letzte was er spürte war der kalte, harte Boden, auf den sein Körper aufschlug. Dann hüllte ihn eine befreiende, alles verschlingende Dunkelheit ein.