Kapitel 16

 

Zuerst war es blankes Entsetzen, dass Amita durchflutete, wie eine gigantische Welle. Sie sah Anderson auf sich zukommen, sah das blanke Metall in seiner Hand aufblitzen und ihr wurde klar, dass nichts und niemand sie noch retten konnte. Sie würde hier, in diesem verrotteten, gottverlassenen Keller sterben, heute, jetzt. Die Szene spielte sich wie ein Film in Zeitlupe vor ihr ab und sank langsam in ihr Bewusstsein.

 

Dann wandelte sich das Entsetzen in eine seltsame Apathie und dumpfe Traurigkeit, die die Angst in ihr völlig ausblendeten. Ihr Leben lief plötzlich vor ihren Augen ab, wie ein Videoclip, Bilder aus ihrer Kindheit tauchten auf, von ihren Eltern, von ihrer letzten Reise nach Indien, die sie mit ihrer Großmutter gemacht hatte und ... Charlie. Immer wieder Charlie. Sie bedauerte es, dass sie nun nicht mehr die Gelegenheit haben würde, ihm zu sagen, wie sie wirklich für ihn empfand. Und wie sehr sie sich gewünscht hätte, dass es diesmal wirklich mit ihnen beiden funktioniert hätte.

 

Das Blut rauschte in ihren Ohren, ihr Puls hämmerte einen umbarmherzigen Takt in ihren Kopf. Mit tränenverschleierten Blick machte sich auf das Schlimmste gefasst, unfähig ihrem Angreifer etwas entgegenzusetzen. Doch plötzlich hielt Anderson mitten in der Bewegung inne. Verwirrung und schließlich schieres Entsetzen zeichneten sich auf seinem Gesicht ab. Er zögerte kurz und sah irritiert an sich herab. Mit seiner linken Hand fasste er sich an die Brust und blickte verdutzt auf seine verschmierten Finger. Erst jetzt, bemerkte Amita den roten Fleck auf seiner Brust, der langsam größer wurde. Sie blinzelte, um die Tränen aus ihren Augen zu vertreiben. Anderson, legte den Kopf schief, blickte sie mit starren Augen an und richtete sich schließlich auf, um erneut auf sie loszugehen, als auf einmal Schüsse abgefeuert wurden. Der Lärm war ohrenbetäubend und hallte von den Kellerwänden wieder. Erst jetzt begann Amita langsam ihre Umgebung wahrzunehmen. Sah, wie Pete zurücktaumelte und der Länge nach rücklings auf den harten Kellerboden prallte, um letztendlich bewegungslos liegen zu bleiben. Fühlte, wie Hände nach ihr griffen. Hörte, wie Stimmen den Raum erfüllten. Unter Schock stehend, begann sie sich zu wehren, wollte sich dem fremden Griff entziehen.

 

„Amita...ssscht...Beruhig Dich! Es wird alles wieder gut. Ruhig...“ Eine der Stimmen wandte sich direkt an sie, hatte etwas so vertrauliches in ihrem Klang. Ihre Abwehrbewegungen verlangsamten sich und es gelang ihr den Blick endlich auf ihr Gegenüber zu fokussieren. „Don?“ fragte sie ungläubig, so als hätte sie Angst, es wäre nur eine Wahnvorstellung, hervorgerufen, durch die Medikamente, die noch in ihr arbeiteten.

 

„Dir kann nichts mehr passieren. Du bist in Sicherheit, hörst Du...“ redete er sanft auf sie ein, half ihr in eine sitzende Position und ließ sich neben ihr nieder. Die Bedeutung seiner Worte wurde ihr völlig bewusst, und plötzlich schlang sie beide Arme um seinen Hals und ließ hemmungslos ihren Tränen freien Lauf. Sie schluchzte immer wieder auf und ihr Körper wurde heftig von einem Weinkrampf geschüttelt. Don hielt sie einfach nur im Arm, redete weiter beruhigend auf sie ein und wiegte sie leicht hin und her, bis sie sich langsam beruhigte.

 

Megan trat an sie beide heran und legte schützend ihre Hand auf Amitas Schulter. Sie deutete Don, dass die Sanitäter bereits hier waren und er lockerte seine Umarmung um dem Arzt Platz zu machen. Sobald Amita jedoch spürte, dass er sie loslassen wollte überkam sie wieder eine furchtbare Panik. „Nicht,...nicht gehen!“ flüsterte sie mit brüchiger Stimme und blickte ihn flehentlich an.

 

„Alles in Ordnung, Amita. Aber der Arzt möchte einen Blick auf Dich werfen. Und ich muss mich noch um ein paar Dinge kümmern. Megan bleibt bei Dir, ist das okay?“ Sie nickte stumm.

 

„Und rate wer oben auf Dich wartet und schon völlig krank vor Sorge ist.“wandte Megan sich an sie. Amitas Gesicht nahm einen entspannteren Ausdruck an und sie lächelte schwach. „Charlie....?“ Don nickte zustimmend, drückte noch einmal ihre Hand und überließ dem Mediziner seinen Platz.

 

Er wandte sich an Colby, der sich neben Anderson gehockt hatte und warf ihm einen fragenden Blick zu. Dieser schüttelte leicht den Kopf. „Mausetot.“ war seine knappe Feststellung. „Von dem kriegen wir keine Informationen mehr. Aber anscheinend hat Amita ihm noch ganz schön Saures gegeben.“

 

„Wie meinst Du das?“ fragte Don leicht irritiert.

 

Colby schob mit dem Lauf seiner Waffe Andersons um den Hals gewickelte Krawatte etwas zur Seite und legte den Blick auf die klaffende Wunde frei. Don pfiff leise durch die Zähne. Er strich sich übers Kinn und seufzte innerlich auf, froh, dass es vorbei war. Dass sie Amita gerettet hatten, und das, keine Sekunde zu früh. Aber dennoch wollte er verstehen, warum. Warum jemand, der scheinbar ein gutes und erfolgreiches Leben führte, so etwas tat? Er war völlig in seine Gedanken versunken, als jemand die Kellertreppe herunterpolterte.

 

Ein völlig aufgelöster Charlie erschien im Türrahmen und ließ seinen Blick durch den Raum gleiten. Erschrocken starrte er einen Moment lang auf Andersons blutüberströmten Körper bis er schließlich Amita entdeckte. Beim Anblick seiner Freundin stiegen ihm Tränen in die Augen und es kostete ihn einiges an Willenskraft den Kloß in seiner Kehle hinunter zu schlucken. Dann bemerkte er auch auf ihrer Kleidung diverse Blutflecken.

 

„Oh mein Gott...“ stieß er hervor. Amita drehte ihren Kopf leicht in seine Richtung und streckte die Hand nach ihm aus. „Mir geht es gut.“ flüsterte sie schwach. Charlie kniete sich neben sie, umfasste mit beiden Händen ihr Gesicht und bedeckte es mit zärtlichen Küssen. „Ich war verrückt vor Angst.“ gestand er und blickte ihr tief in die Augen. „Ich... ich bin so froh, dass,.... dass ich Dich wieder habe.“

 

Auch sie rang darum, ihre Fassung zu bewahren, und strich ihm mit zitternder Hand eine Locke aus der Stirn, unfähig, die richtigen Worte zu finden. Doch ihre traute Zweisamkeit dauerte nicht lange an. Don legte Charlie eine Hand auf die Schulter. „Hey,... ich weiß, ihr habt Euch viel zu sagen, aber Amita sollte schnellstmöglich ins Krankenhaus. Du kannst sie in der Ambulanz begleiten und sobald wir hier fertig sind, kommen wir nach, okay?“ Charlie nickte ihm dankbar zu und folgte den Sanitätern, die Amita bereits die Kellertreppe hinauf trugen.

 

„Don!“ erklang auf einmal Davids Stimme von oben. „Wir haben da was gefunden, dass solltet ihr Euch ansehen.“

 

„Na, da bin ich ja mal gespannt.“ bemerkte Colby trocken und ließ Megan und Don den Vortritt. Sie folgten David in den ersten Stock und betraten ein kleines Schlafzimmer. Die gemusterten Vorhänge waren zugezogen und die Luft in dem Raum wirkte abgestanden. Ein Mann lag bewusstlos auf dem Bett.

 

„Darf ich vorstellen, Michael Kent.“ klärte David sie auf.

 

Colby hob fragend eine Augenbraue. „Ist er tot?“

 

„Nein. Aber er ist vollgepumpt mit Drogen und Beruhigungsmitteln.“ David deutete auf das Nachttischschränkchen, dass vollgestellt mit Ampullen und Pillendosen war.

 

„Was hat Anderson mit ihm vorgehabt?“

 

„Ich denke, das perfekte Verbrechen. Es ist nur eine Vermutung, aber wenn mich nicht alles täuscht, dann sollte Kent sein Sündenbock werden.“

 

Megan nickte zustimmend. „Ja, hätte Charlie nicht zufällig die Handschriften vergleichen können, dann wäre es ihm wohl auch gelungen. Erst hätte er Amita getötet, dann Kent und schließlich hätte er uns den Täter auf dem Silbertablett präsentiert. Und bei Kents Vorgeschichte, den ganzen Drogen in seinem Blut wäre niemand stutzig geworden. Im Gegenteil, Anderson würde als Held gefeiert werden.“

 

„Wahrscheinlich hast Du recht.“ stimmte Don zu. „Aber dennoch frage ich mich ständig warum.“

 

„Ich kann nur Vermutungen anstellen, aber allem Anschein nach, hat er die Ablehnung durch seine leibliche Mutter nicht verkraftet. Ihr Tod, war ein Unfall, hat in Pete aber ein gewisses Gefühl der Befriedigung ausgelöst. In seinen Augen hat sie dadurch dafür bezahlt, dass sie ihn weggegeben hat und auch nicht wieder haben wollte. Nur hielt dieses Hochgefühl nicht lange an. Deshalb ist er auch, wie seine Freundin Mary Anne erzählte, aggressiv und unzugänglich geworden. Also hat er wieder getötet. Und damit begonnen, seine Taten zu perfektionisieren.“

 

„Klingt einleuchtend.“ stellte Colby fest. „Aber warum ist er hierhin, in das Haus seiner Mutter zurück gekehrt, wenn er sie doch eigentlich für das, was sie getan hat, gehasst hat?“

 

„Oh, Serienmörder kehren oft an den Ort Ihrer Verbrechen zurück, das ist nichts Ungewöhnliches. Und wenn Jolene Harris Tod auch kein Mord im eigentlichen Sinne war, so nahm die Veränderung, die in Anderson vorgegangen ist, hier ihren Lauf. Nach ihrem Tod hat Jolenes Lebensgefährte das Haus nicht verkaufen wollen, er konnte es aber auch nicht ertragen, sich hier aufzuhalten. Das Haus war unbewohnt und Pete wird das herausgefunden haben. Eine zeitlang wird ihm wahrscheinlich allein die Nähe zu diesem Ort, eine gewisse Befriedigung gegeben haben, aber irgendwann, hat es halt alles nicht mehr ausgereicht.“

 

„Und dann hat er sich von anderen Serienkillern inspirieren lassen.“ David schüttelte den Kopf.

 

„Tja, wie heißt es doch so schön, gleich und gleich gesellt sich gern.“ philosophierte Colby vor sich hin.

 

„Durch den Mord an all diesen Frauen, konnte er immer wieder dieses Hochgefühl, dass er beim Tod seiner leiblichen Mutter verspürt hatte, durchleben. Und gleichzeitig wollte er dadurch beweisen, dass er besser als alle seine sogenannten 'Vorbilder' zusammen war. Er war wahrscheinlich von dem Gedanken besessen, dass man ihm nicht auf die Schliche kommen würde. Und dann kam Charlie ins Spiel und hat die Verbindung zu den Santa Monica Mountains herausgefunden. Da fühlte er sich wohl im Zugzwang und musste handeln. Deswegen auch die Entführung von Amita. Er hat gehofft, uns dadurch aus dem Konzept zu bringen und Zeit heraus zu schlagen. Was ihm ja auch fast gelungen wäre.“

 

„Okay, ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich habe genug von Detective Pete Anderson. Soll die Spurensicherung noch ihre Arbeit machen. Ich werde jetzt ins Krankenhaus zu Amita und Charlie fahren.“ bemerkte Don müde und warf einen fragenden Blick in die Runde.

 

Megan entschied sich ihn zu begleiten, wollte aber vorher noch Larry abholen. Und David und Colby boten ihm an, den Bericht zu schreiben, um die Sache endlich komplett abzuschließen, was Don dankend annahm.

 

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Ein Woche später

 

„Sie kommen!“ stellte Alan aufgeregt fest und sprintete zur Haustür um diese öffnen. Amita wurde heute aus dem Krankenhaus entlassen und angesichts der vorangegangenen Ereignisse, die bei ihnen allen deutliche Spuren hinterlassen hatten, empfand Alan es als gute Idee, für etwas Zerstreuung zu sorgen. Also hatte er eine kleine Party für den heutigen Tag organisiert und auch Megan und Larry sowie Colby und David eingeladen.

 

Don war mit Charlie gefahren, um Amita abzuholen, da in seinem SUV mehr Platz für den Rollstuhl war, den die Ärzte ihr für die nächsten ein bis zwei Wochen dringend ans Herz gelegt hatten. Neben einer Rippenprellung hatte sie sich beim Sturz vom Stahltisch in Andersons Keller auch einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen, was allerdings durch die lähmende Wirkung des Pipecuroniums und ihren Schockzustand erst später festgestellt wurde.

 

Alan lächelte Amita aufmunternd entgegen, als Charlie sie die Auffahrt hinaufschob und klatsche einmal in die Hände. „Perfektes Timing. Die Steaks sind fast durch, die Hauptperson ist auch da, dann kann die Party beginnen.“ verkündigte er.

 

„Du hättest Dir wegen mir nicht so viel Mühe machen sollen, Alan.“ bemerkte Amita verlegen.

 

„Mühe? So ein Quatsch. Das hier ist doch nicht der Rede wert. Außerdem wollten Charlie und ich schon ne ganze Weile mal ein gemütliches Barbeque veranstalten. Und welcher Zeitpunkt wäre besser, als der heutige. Außerdem...“ er tätschelte leicht ihre Wange, „... sind wir alle froh, dass wir Dich gesund wiederhaben.“ Sie hob fragend eine Augenbraue und Alans Blick verweilte kurz auf dem Rollstuhl und ihrem Gipsbein. „Naja, zumindest fast gesund.“ ergänzte er.

 

Amita musste schmunzeln. „Ach, es sieht schlimmer aus als es ist. Und diesen Rollstuhl hier, wollte ich gar nicht, aber Charlie und mein Arzt haben sich gegen mich verschworen.“ Sie knuffte Charlie in die Seite, worauf dieser ein vorwurfsvolles Gesicht aufsetzte.

 

„Mit einem Oberschenkelhalsbruch darf man nicht spaßen. Du solltest Dich die nächste Zeit auf jeden Fall noch richtig schonen. Der Alltag holt Dich viel schneller ein, als Dir lieb ist.“ bemerkte Megan und beugte sich etwas herunter um Amita zu umarmen. „Schön, dass es Dir wieder besser geht.“

 

„Danke.“

 

„Wo sind David und Colby?“ wollte Don wissen und schaute sich um.

 

Alan grinste wissend. „Oh, ... die habe ich eingespannt. Los, los,... jetzt aber alle Mann raus in den Garten. Steaks gibts bei David, Bier bei Colby.“ verkündete er und scheuchte sie hinaus.

 

Doch Don zögerte. „Dad?“ fragte er leise, „Wo ist J.J.?“

 

„J.J. ? Nun ja, Donnie. Sie kommt gleich herunter. Sie ist oben und packt.“

 

„Sie packt?“ fragte Don entgeistert und sah seinen Vater verständnislos an.

 

„Ja, Du weißt schon, Kleider...in Koffer....packen halt.“

 

Don blickte ihn noch einen Moment lang an, ohne etwas zu sagen und machte schließlich auf dem Absatz kehrt, um die Treppe hochzugehen. Alan blickte ihm leise schmunzelnd und durchaus zufrieden hinterher bevor er in der Küche verschwand.

 

Die Tür zu seinem Zimmer war nur leicht angelehnt und so klopfte Don vorsichtig an und trat in den Raum. J.J. saß auf dem Bett, neben ihr standen zwei Koffer. Sie hatte ihm den Rücken zugedreht und sobald sie merkte, dass sie nicht mehr allein war, strich sie sich mit dem Handrücken rasch übers Gesicht.

 

„Hey.“ sagte er und ging langsam um das Bett herum.

 

„Hey.“ erwiderte sie und versuchte ein möglichst unbeschwertes Lächeln aufzusetzen. Doch er konnte an ihren Augen sehen, dass sie geweint hatte. Er hatte das Bedürfnis, sie zu trösten, sie in den Arm zu nehmen, doch ihm fielen nicht die richtigen Worte ein, darin war er noch nie besonders gut gewesen, also schwieg er und blickte auf die Koffer.

 

J.J. räusperte sich kurz. „Ich...ich habe endlich ein Appartement gemietet.“

 

„Ein Apartment? Oh...“

 

„Ja. Richtig hübsch gelegen. In...in der Nähe vom Chinese Theater.“Etwas betreten blickte sie zu Boden. Don trat an sie heran. Eine Haarsträhne hatte sich aus ihrer Klammer gelöst und er konnte dem Drang nicht widerstehen, sie vorsichtig hinter ihr Ohr zu stecken. „Was ist los?“ fragt er schließlich.

 

J.J. wandte sich von ihm ab und trat zum Fenster. Vom Garten her stieg der leise Schall der Musik herauf und sie konnte das fröhliche Lachen und die angeregten Gespräche der anderen hören. „Ach,...ich weiß auch nicht. Es ist... es ist nur,.... Eure Familie erinnert mich ständig daran, was ich auch einmal hatte. Ein echtes Zuhause, Geborgenheit,...Glück.“ Sie schüttelte den Kopf, so als könnte sie ihre bedrückenden Gedanken einfach verscheuchen. „Ich glaube, ich bin heute einfach ein wenig sentimental. Ich hätte es nie für möglich gehalten, aber die letzten Wochen, die ich hier wohnen konnte, waren einfach ...schön. Ich werde es vermissen.“

 

„Dann bleib doch.“

 

Sie lachte leise auf und warf den Kopf in den Nacken. „Ja, die Versuchung, das zu tun, ist groß. Aber ich kann ihre Gastfreundschaft nicht noch länger ausnutzen. Außerdem...muss ich wieder auf eigenen Beinen stehen.“

 

„Emanzipierte Frauen fand ich schon immer anziehend.“ bemerkte Don schmunzelnd, froh, dass ihre traurige Stimmung verflogen zu sein schien, da auch sie jetzt schelmisch zu ihm hinüber lugte. „Aber... mein Vater, Charlie und ich ... wir sind ja nicht aus der Welt.“

 

„Das stimmt.“ nickte sie bedächtig.

 

„Und wir haben schließlich einen Deal.“ Don machte einen Schritt auf sie zu. „Ich hoffe, das hast Du nicht vergessen.“

 

„Wie könnte ich. Ich bin eine Frau, die zu ihrem Wort steht.“ Sie blickte ihm geradewegs in die Augen.

 

Er machte noch einen Schritt auf sie zu und legte seine Hand um ihre Hüfte, um sie langsam zu sich heran zu ziehen. J.J. ließ es geschehen. Don beugte sich zu ihr hinab, vergrub sein Gesicht in ihrem Haar, küsste zärtlich ihren Hals und schließlich fanden ihre Lippen zueinander und sie küssten sich. J.J. hatte das Gefühl den Boden unter ihren Füßen zu verlieren. Sie fuhr mit den Händen über sein Polohemd, streichelte ihm die muskulöse Brust, die starken Schultern, dann schlang sie ihm die Arme um den Nacken. Ihr Kuss wurde leidenschaftlicher und es dauerte eine Weile, bis sie sich schließlich atemlos voneinander trennten.

 

„Wow. Das..., sollten wir unbedingt mal wiederholen.“ bemerkte Don und fuhr sich mit der Hand durchs Haar.

 

„Ja, aber jetzt sollten wir uns der Party anschließen, die unten im Garten bereits in vollem Gange ist.“

 

„Och, ich hätte auch nichts dagegen, wenn wir hier unsere kleine Privatparty feiern würden.“

 

„Ja, das glaube ich Dir aufs Wort.“ Damit ergriff J.J. Dons Hand und zog ihn hinter sich aus dem Zimmer.

 

The End