Teil 6

Don kam um ein Lachen nicht herum und nickte nur als Antwort.

"Willst du was trinken?"
"Ja gerne, aber das kann ich mir auch alleine aus der Küche holen. Und danach werd´ ich mich wieder vom Acker machen." Noch während Mel Don geantwortet hatte, machte sie sich schon auf den Weg in die Küche. Als sie in der Küche ankam blieb sie abrupt und völlig geschockt stehen. Das was sie da sah, war alles andere als eine Küche. Es bot sich ihr ein Anblick, wie auf einem Schlachtfeld.
"Oh mein Gott! Was soll denn das werden, wenn es fertig ist?" In der gesamten Küche, war nicht ein Stück freie Arbeitsfläche mehr zu finden. Alles war übersäht mit verschiedenen Lebensmittel, Kochbesteck und so was, was wohl ein Kochbuch darstellen sollte. Die Spüle quoll über mit benutztem Geschirr und der Herd machte auch keinen glücklicheren Eindruck als der Rest der Küche. Don wusste nicht so recht, was er sagen sollte, denn er musste leider auch sich selbst eingestehen, das die Küche in einem miserablen Zustand war.

"Nun ja, ich hatte Dad und Charlie versprochen etwas zu kochen, bis sie wieder da sind."
"Ah ja, verstehe." Mel und Don schauten sich beide noch einmal in der Küche um und fingen dann fast zeitgleich an zu feiern.
"Was hattest du denn nun eigentlich vor oder hast du ohne Plan einfach losgelegt? Denn danach sieht das hier schon eher aus."
"Ähm, ja nein, ach ich weiß auch nicht was ich kochen soll und wie du siehst ist es um meine Kochkünste nicht gerade gut bestellt." Gab Don etwas kleinlaut von sich. Mel begutachtet noch einmal die vorhandenen Utensilien und überlegt kurz.
"Hmm, was haben wir denn hier alles? Jede Menge Gemüse und ´nen Vogel, na zumindest sieht das doch nach einer sehr ausgewogenen Kost aus. Was wollen wir denn mehr?" Trällerte Mel in der Küche umher und machte sich erst mal daran, zumindest ein bisschen Ordnung in dieses Durcheinander zu bringen, damit sie Platz hatten zum kochen.

"Halt! Bevor du weiter machst. Jetzt trinken wie erst mal was und danach räume ich das Chaos auf, ich habe es schließlich fabriziert."
"Was trinken, ja. Alleine aufräumen? Nein. Damit bist du Pflaumpfingsten noch beschäftigt, wenn du das alleine machen willst. Außerdem geht es zu zweit viel leichter und schneller, also bitte!"
Don machte sich gerade am Kühlschrank zu schaffen, angelte sich ein Bier raus und stellte es auf ein Stück freie Arbeitsfläche. Mel schnappte sich das Bier und fragte ihn mit einem frechen Grinsen anschließend: " Und was trinkst du?" Don drehte sich um und sah wie Mel genüsslich anfing das Bier zu trinken.
Etwas verdattert darüber, dass Mel sich das Bier geschnappt hatte, ging Don ein zweites Mal an den Kühlschrank und angelte sich erneut ein Bier heraus. Nachdem auch Don endlich sein Bier geöffnet hatte sagte Mel nur "Prost" und nahm eine großen Schluck aus der Flasche, als mitten mal das Handy von Don klingelte. Er entschuldigte sich kurz und ging ran.

Das gab Mel zum ersten mal die Gelegenheit sich diesen FBI-Menschen mal genauer anzuschauen. Sie schlenderte aus der Küche in die Richtung in die Don verschwunden war und fand ihn unweit der Küche wieder. Sie lehnte sich an die Wand und begann ihn zu beobachten. Erst jetzt fiel ihr auf, dass er nicht wie sonst einen Anzug trug, sondern eine dunkelblaue Jeans und eine schwarzen Strickjacke mit Reißverschluss. Seine Haare hatte er wie immer leicht vorne hochgegelt, was ihm im übrigen super gut stand, dachte sich Mel. Im Großen und Ganzen musste sie feststellen, dass der Kerl, der ihr da gegenüber stand, gar nicht so übel aussah. Sie überlegte und verlor sich in ihren Gedanken, darüber, dass sie ihn am ersten Abend in Charlies Schuppen gar nicht so wahrgenommen hatte. Don riss Mel aus ihren Gedanken heraus. Er stand so dicht bei ihr, dass sie sein Aftershave riechen konnte.

"Das Aftershave riecht gut, was ist das für eins? KL?" fragte sie plötzlich.

"Ja kann sein, aber um ehrlich zu sein, ich habe keine Ahnung." Gab Don zu.

"Wie sieht´s aus können wir uns auf die Küche stürzen, oder musst du weg?"

"Wie? Warum muss ich weg?" fragte Don, mal wieder völlig durcheinander gebracht von Mel.
"Na ja, du hast doch gerade telefoniert und da hätte es ja sein können, dass du gehen musst. Deswegen frage ich nur." Don schüttelte den Kopf und sagte nur "Nein nein, war nicht weiter wichtig."