Epilog

Wir saßen noch eine Weile beisammen und erzählten, was den Tag so über alles passiert war. Charlie war bis jetzt immer noch nicht angetan von dem Besuch im Wellnesscenter. Das konnte ich doch deutlich raushören.

"Twister? Ja?" schmunzelte Alan Don und mich an und konnte nicht glauben, dass sein ältester Sohn Twister gespielt hatte. "Ja, wir haben Twister gespielt und ich hab gewonnen!" kam mitten mal triumphierend von Don rüber. "Aber auch nur, weil ich die ganze Zeit diesen Pfeil gedreht habe, hättest du das gemacht, hättest du auch nicht gewonnen." wollte ich unbedingt klar stellen.

Alan und Charlie verfolgten dieses Gespräch mit einem Grinsen im Gesicht. "Wie auch immer, solltet ihr das nächste Mal spielen, vergesst doch bitte nicht das Essen, einverstanden?" kam mitten Mal doch sehr ironisch von Alan. "Wir werden es versuchen, versprochen." gab ich voller Überzeugung zum Besten. Alan verabschiedete sich alsbald und ging schlafen. Auch Charlie wollte sich so schnell wie möglich auf sein Zimmer begeben.

Ich wusste eigentlich grade nicht, ob ich Charlie böse darüber sein sollte, dass er mich doch eiskalt belogen hatte, als er meinte, dass er zu hause sei oder doch lieber dankbar. Ich entschied mich dafür, ihm dankbar zu sein. Schließlich habe ich dadurch Don erst richtig kennen gelernt.

"Nacht ihr zwei." Ich schreckte aus meinen Gedanken hoch und sah nur noch einen schwarzen Lockenkopf die Treppe nach oben verschwinden. "Ja, Nacht!" rief ich noch hinterher, was Charlie aber wohl nicht mehr gehört hatte. "Ich werd mich jetzt auch endlich mal auf die Socken machen, sonst komm ich morgen früh wieder nicht aus dem Knick."

"Hm? Du willst schon gehen?" schmollte Don und verzog dabei eine Schnute, die einfach zu süß war. "Von wollen kann hier nicht die Rede sein, eher wohl müssen." Ich wollte eigentlich noch etwas sagen, als mal wieder dieses nervtötende Handy von Don ging. "Das gibt´s nicht, dieses Teil is echt nervig." Don sah mich entschuldigend an und verschwand ein weiteres Mal im Nebenzimmer. Während Don noch am Handy hing, suchte ich inzwischen meine Plünden zusammen und wartete an der Haustür auf ihn.

Don kam mir aus der Küche entgegen und hatte sich bereits sein Jackett und seine Autoschlüssel geschnappt. "Okay, jetzt muss ich auch weg." kam etwas hektisch von ihm. "Na, das passt doch. Dann brauchst du auch nicht zu schmollen, dass ich jetzt abhaue." Er grinste mich mit einem Lächeln an, dass mich beinahe um den Verstand gebracht hätte.

Gemeinsam gingen wir zu unseren Autos und standen nun etwas unschlüssig mitten Mal davor. "Wann sehen uns?" fragte ich schließlich. Don sah mich an, kam noch einen Schritt auf mich zu und gab mir noch einen Kuss. "Ich hoffe, dass wir uns morgen sehen können, ich werd mit Sicherheit morgen am Campus sein, bei Charlie. Dann sehen wir uns auf jedenfall da. Okay?" Damit konnte ich erst mal leben, gab ihm zum Abschied noch einen Kuss, stieg in mein Auto und fuhr mit Schmetterlingen im Bauch Richtung Heimat.

ENDE