Kapitel 7

 

Don stand auf der Türschwelle vor dem Haus seines Bruders und atmete schwer. In seinem Kopf kreisten tausend Gedanken: Wie sollte er es zur Sprache bringen? Wie würde sie reagieren? Will er eigentlich derjenige sein, der die alten Wunden aufriss? Mit welchem Namen sollte er sie ansprechen? Vor allem: Wer war sie wirklich?

 

Detective Grady hatte sich auch sofort angeboten, mit ihr zu reden, aber das hätte Sarah sicherlich noch mehr erschreckt. Somit stand er nun hier und hatte diese Aufgabe.

Er atmete noch mal tief ein, schloss die Haustür auf und betrat das Haus.

 

„Hey Donnie“, begrüßte ihn sein Vater fröhlich.

„Hi Brüderchen, Du hast gerade verpasst, wie ich die beiden hier mal wieder beim Schach besiegt habe“, triumphierte Charlie.

„Als Revanche wollen wir nun Charlie beim Scrabble verlieren lassen“, sagte Sarah mit einem Grinsen. „Setz dich doch zu uns und spiel mit.“

„Ich kann nicht“, begann Don zögerlich.

„Wieder ein neuer Fall? - Oder gibt es was Neues?“ fragte Alan aufgeregt.

„Sarah und ich müssten uns noch mal unterhalten.“

Die gute Laune, die eben noch geherrscht hatte, war urplötzlich verschwunden.

„Muss das denn unbedingt sein?“ fragte Sarah zögerlich.

„Setz dich doch“, meinte Alan und wies ihm einen Platz zu.

„Nein, ich muss mit ihr alleine reden.“

„Don, ich habe euch schon alles gesagt, was ich weiß“, flehte Sarah.

„Ich kann dir vielleicht nachher schon was Neues bieten. Mein Laptop lässt gerade das Programm durchlaufen von dem ich dir erzählt habe, um von den Überwachungskameras doch noch ein Gesicht aus irgendwelchen Spiegelungen zu bekommen“, versuchte es Charlie, der sah, wie unruhig Sarah wurde. Sie hatte sich so gut gefangen und der Vormittag mit ihr zusammen war wunderschön gewesen. Okay, dass Colby heute bei ihr übernachtet hatte, war ihm ein Dorn im Auge, aber es ging ihr merklich besser. Don sollte das jetzt nicht einfach zerstören.

Auch Alan klinkte sich ein, dass es wohl nichts mehr geben würde, was Sarah ihm noch erzählen könnte.

 

Don stand dermaßen unter Anspannung, in seinem Kopf überschlugen sich die Informationen, er war wütend und sauer, enttäuscht und schockiert und hatte jetzt ein absolut beschissenes Gespräch vor sich. Außerdem bekam er das Foto von Melissa aus dem Krankenhaus nicht aus dem Kopf. Er musste das jetzt tun, er musste mit ihr reden. Jetzt, hier und sofort! Deswegen entfuhr ihm in lautem energischen Ton: „Ich muss mit Melissa alleine sprechen!“

 

Sarah zuckte zusammen und verlor sofort sämtliche Farbe. Don erschrak sich selbst, da er sie Melissa genannt hatte. Alan und Charlie schauten sich an und bevor Charlie etwas sagen konnte, kam ihm Don in einem barschen Ton zuvor: „Lasst ihr uns jetzt alleine?“

Tränen liefen über Sarahs Gesicht. Alan wollte zu ihr gehen, aber sie wehrte ab. „Geht“, sagte sie mit erstickter Stimme.

Charlie und Alan gingen nach oben.

Sarah saß still weinend am Tisch, Don stand hilflos daneben.

 

Es schien eine Ewigkeit zu dauern bis er sich neben sie setzte und anfing zu reden. „Sarah, es tut mir leid…..“ Sarah schaute nicht auf, deswegen sprach er einfach weiter: „Heute kamen zwei Detectives zu uns ins Büro: Detective Miller und Detective Grady. Die beiden….“

„Steve ist hier?“ fiel sie ihm ins Wort und sah ihn überrascht und ängstlich an.

Don nickte.

Erst jetzt fiel ihr Dons Blick auf, mitleidig schaute er sie mit seinen braunen Augen an. „Er hat Euch alles erzählt, stimmts?“ Sie erwartete aber keine Antwort. Sie kannte den Blick, wenn jemand ihre Akte gesehen hatte. Es war doch immer wieder der selber Blick. „Wenn Steve hier ist, dann ist Frank wieder draußen. - Es war Frank, der mich am Freitag verfolgt hat“, ihre Stimme war fest und klar, dennoch rannen Tränen über ihr hübsches Gesicht.

Don nickte – ihm tat das alles unendlich leid.

 

„Wer weiß alles von Melissa?“

„Das ganze Team.“

„Auch Colby?“

Ihr darauf eine Antwort zu geben fiel ihm schwer. „Ja“, sagte er zögernd. „Er organisiert gerade mit Detective Grady eine neue Bleibe für dich.“

„Ich muss erneut ins Zeugenschutz Programm?“

„Nein, bisher noch nicht, wir werden dich aber auf alle Fälle von hier weg bringen und streng bewachen. Wir haben keine Ahnung, wo er sich aufhält und was er vorhat. Solange wir da im Dunkeln tappen, musst du woanders hin. Du wirst gleich von hier weg gebracht, ich hoffe aber nicht auf Dauer. Wir werden ihn wieder kriegen, das verspreche ich dir.“

 

„Ich wollte deine Ermittlungen nicht behindern, ich…“, versuchte Sarah ihr Handeln und ihr Schweigen zu erklären. „Ich konnte mir nur nicht vorstellen, dass er wieder da ist“, sie schluckte und schaute sich Hilfe suchend im Zimmer um.

Don nickte. Megan hatte ihn noch mal beiseite genommen und ihn über den Tunnelblick bei solchen Traumapatienten unterrichtet. Steve Grady hatte etwas von einer mentalen Schublade erzählt. Für Sarah ist das alles abgeschlossen. Sie musste es abschließen um ein halbwegs normales Leben leben zu können. Ein Leben ohne Frank und ohne Angst. Dass er es war, der sie bedroht hatte, war für sie deshalb unmöglich. Sie hatte es komplett verdrängt.

 

„Ich werde Dir alles erzählen was Du wissen musst“, sagte sie schließlich, „aber nur unter einer Bedingung.“

„Die da wäre?“

„Weder Charlie noch Alan bekommen Melissas Akte zu Gesicht.“

Zwar war Don nicht klar, wie er ohne Charlies Hilfe die Daten auswerten und Franks Absichten vorhersagen sollte, aber er stimmte zu. Den Umfang der Akte würde Charlie nicht verkraften und Alan wüsste sicherlich damit auch nicht umzugehen.

 

Still schweigend saßen sie nebeneinander. Sarah wurde gerade von so vielen Erinnerungen überrumpelt und Don wusste nichts zu sagen. In seinem Kopf kreisten immer noch viel zu viele Informationen.

 

Alan und Charlie, die beide auf dem obersten Treppenabsatz gelauscht hatten, sahen sich schweigend und ratlos an. Wer war Melissa? Und wer dieser Frank, der sie bedroht hatte? Sie kannte ihn also doch? Keiner der beiden traute sich etwas zu sagen aus Angst, einer der beiden könnte sie hier oben entdecken.

 

Sie wurden alle aus ihren Gedanken gerissen, als Dons Handy klingelte und sie vor der Haustür Autos parken hörten. „Ja ist okay, ich mach euch auf“, sagte Don, stand auf und öffnete die Haustür.

 

Zuerst kamen Megan und David herein, die sich gleich mit Don berieten. Dann trat Steve Grady durch die Tür. Er orientierte sich kurz im Raum, sah Sarah und ging direkt auf sie zu.

„Ich hatte so gehofft, dass wir uns nie mehr wieder sehen werden. Ich bin aber dennoch froh, Dich mal wieder in den Arm nehmen zu dürfen“, sagte er und drückte Sarah feste an sich. Sie schmiegte sich an ihn. Sie hatte ihn auch vermisst und ziemlich oft an ihn denken müssen. Steve war am Tiefpunkt ihres Lebens bedingungslos für sie da gewesen. Überwältigt von dem Wiedersehen und den aufkommenden Erinnerungen, fing sie an zu weinen. Steve hielt sie fest im Arm.

Colby beobachtete die beiden. Er erkannte, dass er gerade nicht gebraucht wurde und ging deswegen der ihm zugewiesenen Arbeit nach.

 

Der Raum füllte sich nach und nach mit Leuten. Teils Dons Team, teils andere Agents. Alan und Charlie beobachteten das Treiben in ihrem Wohnzimmer.

 

Colby kam mit zwei schusssicheren Westen in der Hand wieder ins Haus. Er selbst und die anderen Agents trugen auch schon eine, wie Sarah erst jetzt feststellte. Er kam direkt auf sie zu und gab Steve die beiden Westen. Wortlos wollte er wieder gehen, aber Sarah hielt ihn am Arm.

„Ich weiß, Du hast heute eine ganze Menge erfahren müssen“, sagte sie stockend und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht, „und ich glaube Du kannst verstehen, warum ich Dir das alles nicht mal eben bei einem netten Abendessen erzählen konnte.“ Sie machte eine Pause und atmete tief durch. „Jetzt, wo Du alles weißt, wende Dich bitte nicht ab von mir. Ich brauche Dich jetzt mehr denn je.“ Unentwegt liefen ihr Tränen über die Wangen.

Colby wandte sich ihr zu und versuchte überall hin, nur nicht in ihre Augen zu sehen. Er nickte zaghaft und kämpfte mit sich. „Gib mir einfach etwas Zeit, dann bin ich wieder voll für Dich da.“

Steve verstand, wie Colby zumute sein musste. Die ganze Akte in so kurzer Zeit zu erfahren, war schon hart, erst recht, wenn man mit ihr so eng befreundet war. Da weder Sarah noch Colby etwas sagten, brach er die Stille: „Sarah, es wird Zeit zum Umziehen. Wir bringen Dich erst mal von hier weg“, und hielt ihre eine Weste hin.

 

Das ganze Team schaute ihr bewundernd zu, wie geübt sie die FBI Weste anzog ohne sich in den Kabeln für den Funk zu verheddern.

Es war ja auch nicht das erste Mal, dass sie so eine Weste trug. Sarah fühlte sich aber dadurch nicht sicherer. Eine Weste würde ihr nicht helfen, wenn Frank da draußen rum lief. Sie kannte ihn. Sie kannte ihn besser, als jeder andere. Nein, so eine läppische Weste würde Frank Baker nicht davon abhalten, sich wieder das zurück zu holen, was er vermisste.

 

Alle schauten nicht schlecht, als Detective Grady eine Glock aus seinem Halfter zog und sie ihr überreichte.

„Du und ich, wir kennen Frank. Ich garantiere Dir, dass er erst uns alle umlegen muss, bevor er Dich bekommt. Ich habe feststellen müssen, dass Du hier wirklich klasse Freunde gefunden hast. Agent Granger wird Dich nicht kampflos aufgeben. Falls es Frank doch gelingen sollten, an uns allen vorbei zu kommen, wirst Du Dich selber verteidigen müssen. Nur wenn er wirklich nicht mehr weiter weiß, ist eine Kugel für dich bestimmt. Du hast seit eurer letzten Begegnung viel gelernt. Du hast bewiesen, dass Du alles schaffen kannst. Frank hat keine Ahnung, was Du alles gelernt hast. Er hat keine Vorstellung davon, wie stark Du geworden bist. Aber ich verspreche Dir, er kommt nicht an uns vorbei“, schloss Grady und drückte ihr die Waffe in die Hand.

Sarah nickte. Ja, eine Waffe war weitaus nützlicher gegen Frank, als eine Schutzweste.

 

David kam zu ihnen, um Sarah zu erklären, wie es weiter gehen wird. Grady lies die beiden kurz alleine und gesellte sich während dessen zu Colby und Don.

„Ist das wirklich nötig?“ fragte Colby und nickte zu Sarah.

„Was meinen Sie? Ahh, die Glock? Sarah hat einen Waffenschein. Sie kann damit umgehen und weitaus besser schießen, als so manch einer auf meinem Revier. Außerdem vertraue ich ihr.“

„Aber ihr in dieser Situation eine Waffe geben?“

„In meinen Augen ist sie klar und orientiert und durchaus in der Lage eine Waffe zu tragen. Sie wird nicht überreagieren. Vertrauen Sie ihr nicht?“

„Doch, schon“, druckste Colby rum.

„Glauben Sie mir, sie ist absolut vertrauenswürdig eine Waffe zu tragen. Auch wenn ich erst mal lernen musste, dass man seine Dienstwaffe lieber nicht in Griffweite haben sollte, wenn sie bei einem übernachtet.“ Detective Grady sah Colby prüfend an und dieser nickte wissend.

 

Colby hatte diese Nacht so gut es ging verdrängt. Zu sehr hatte sie seinem Ego und seinem sicheren Auftreten geschadet. Aber es passte nun perfekt in das Puzzle hinein.

Es war die erste Nacht, die sie bei ihm übernachtet hatte. Sie waren bis zu diesem Zeitpunkt schon ein paar Mal zusammen weg gewesen, nur als Freunde. Das hatte Sarah von Anfang an klar gestellt. Eigentlich wollten sie Essen gehen, aber sie waren gerade im Restaurant angekommen, da bemerkte Colby, dass er sein Handy zu Hause hatte liegen lassen. So kam es, dass die beiden den Abend auf seinem Bett mit bestelltem chinesischen Essen verbrachten, da Colby es bisher noch nicht geschafft hatte, seine Wohnung fertig einzurichten und eine Couch zu kaufen. Wozu auch? Er war entweder im Büro oder im Bett. Es wurde später und später, bis sich Sarah schließlich dazu überreden ließ, bei ihm zu schlafen. Colby hatte bis dahin zwar schon ein paar Panikattacken von ihr miterlebt, aber er hatte noch keinerlei Ahnung was mit ihr überhaupt los war. Nur eine leise Vorahnung, denn manchmal konnte Sarah Nähe nur ganz schwer ertragen.

 

Es war mitten in der Nacht, als er von einem Schlag ins Gesicht geweckt wurde. Reflexartig griff er nach seiner Waffe und sprang auf.

Bis Colby erkannte, dass es „nur“ Sarah war, reagierte sie auch schon. Sie schlug ihm die Waffe aus der Hand und das nächste was er in seinem schlaftrunkenen Zustand bemerkte war, dass er auf seinem Schlafzimmerboden lag. Sarah kniete mit einem Bein auf seinem Rücken und hielt ihm seine eigene Waffe an den Hinterkopf. Colby redete panisch auf sie ein.

 

Sarah war selbst geschockt so überreagiert zu haben. Sie ließ von Colby ab und wollte sofort seine Wohnung verlassen. Er hielt sie aber auf, ließ es nicht zu, dass sie einfach weg ging und bekam damals einen kleinen Einblick in ihre Seelenwelt. So viel wie in dieser Nacht, hatte sie nie wieder von sich Preis gegeben.

 

Detective Grady lächelte. Colbys Gesichtsausdruck verriet ihm, dass er mit seiner Vermutung Recht hatte. „Tja, gelernt ist gelernt. Sie hatte einige Trainingseinheiten bei den US Marshals. Sie ist topp ausgebildet in Selbstverteidigung und im Nahkampf. Sie kann praktisch alles, was auch ein FBI Agent können muss. Sie hat es auf eigenen Wunsch gelernt. Ich habe sie dabei unterstützt, so gut ich konnte. Sie kann sich ausgezeichnet verteidigen, wenn es erforderlich ist. Und da sind Reflexe nachts im Halbschlaf, wenn eine Waffe auf einen gerichtet wird, eben schneller als Logik. Eine Lektion die wir beide wohl am eigenen Leib erfahren mussten.“ Detective Grady schlug Colby freundschaftlich auf die Schulter.

„Man traut ihr das auch gar nicht zu“, meinte Colby anerkennend.

„Nun ja, Größe und Statur sind eben nicht alles. Agent Reeves würde ich auf den ersten Blick auch nicht als Gefahr einstufen. Dennoch würde ich mich nicht mit ihr anlegen“, erwiderte Steve Grady mit einem Grinsen.

 

Don verstand mal wieder nichts mehr. Er hatte immer gedacht, er und sein Team hätten keine Geheimnisse voreinander, würden sich alles sagen, aber das schien ein Trugschluss zu sein. Gerade in Bezug auf Sarah.

„Hat sie uns die ganze Zeit nur etwas vorgespielt?“ Don war verwirrt und enttäuscht von sich selber und seiner Menschenkenntnis.

„Nein“, sagte Detective Grady bestimmt, „sie kennen nur Melissas Lebensgeschichte nicht. Alles andere ist echt, das ist ihr Wesen. Was ich von Ihnen über sie erfahren habe und was ich von Ihr kenne, zeigt mir, dass sie sich nicht wirklich verändert hat. Sie ist immer noch liebvoll und herzlich, wenn auch misstrauisch, aber das kann sie gut verstecken. Sie hat keinem von ihnen etwas vorgespielt. Sie hat ihnen nur ihre Vergangenheit vorenthalten.“

„Aber Sie können ihr doch nicht einfach eine Waffe in die Hand drücken?“ versuchte es Don noch mal, dem absolut nicht Wohl war bei dem Gedanken. Er kannte genug Fälle, bei denen der Täter wegen weniger Stressauslösern Amok gelaufen war.

„Ich bin nicht bei Ihnen beim FBI angestellt“, erwiderte Grady. „Das ist eine Waffe, die auf mich zugelassen ist. Und ich vertraue ihr. Lieber umgehe ich ein paar Regeln, als sie wieder in die Hände dieses Irren zu verlieren. Wenn Frank uns auflauert, sollte sie eine Chance haben, sich zu verteidigen. Sarah wird ….“

„Don!“ Alan kam, dicht gefolgt von Charlie, die Treppe runter. „Donnie was ist hier los?“

„Dad, wir sind gleich weg…“

„Wir sollten gehen“, meinte Sarah panisch und ging eilig Richtung Haustür, wo sie sogleich von David aufgehalten wurde. Sie wollte aber auf keinen Fall jetzt Alan oder Charlie sehen, geschweige denn mit einem von ihnen reden. Hilfe suchend sah sie sich um. Steve Grady eilte sofort zu ihr.

 

Alan und Charlie standen verunsichert auf der Treppe.

„Dad, ich melde mich nachher bei dir“, rief Don seiner Familie zu, der Sarahs schnellen Aufbruch richtig deutete und sie jetzt auf keinen Fall einem Gespräch aussetzen wollte. Sie hatten einen Deal, sie würde ihm alles erzählen, und er würde Dad und Charlie da raus halten.

 

„Sarah, wir nehmen dich in die Mitte, bleib etwas geduckt. Vor der Haustür steht ein Wagen, da bitte sofort rein und wir fahren ab. – Alles okay? Jeder auf seinem Posten?“ fragte er in die Runde und erhielt positive Rückmeldung. „Dann los!“

 

Die beiden zurück gelassenen Eppes kamen langsam die Treppe herunter. Was passierte hier gerade? Wieso eskortieren sie Sarah nach draußen? In Westen und mit teils gezogenen Waffen? Sogar Sarah sah aus wie ein FBI Agent.

Der letzte Agent schloss die Tür und Alan und Charlie waren alleine.

 

Draußen fuhren vier Wagen in der Dämmerung davon.