Kapitel 3:

And I'm home, home,

home, home, home

But I'm miles and miles and miles and miles and miles away

Where can I hide?

 

Einige Zeit später kam Charlie zu Hause an. Seine Stimmung hatte inzwischen den absoluten Tiefpunkt erreicht. Alleine schon deshalb, weil er daran denken musste, dass Amita es immer mehr vorzog, ihn im Kreise eines netten Familienessens zu sehen anstatt etwas mit ihm alleine zu unternehmen. Wollte Sie jetzt mit ihm zusammen sein oder mit seiner Familie?

 

Er schloss die Tür auf und kam gerade rechtzeitig zu den Lachern, denen offensichtlich eine Anekdote seines Vaters vorausgegangen war. Charlie grinste gequält und trat an den Tisch. „N’abend zusammen“ er küsste Amita flüchtig auf die Stirn „darf man mit lachen?“

 

Alan strahlte ihn an: „Charlie mein Sohn, kommst aber reichlich spät, wahrscheinlich mal wieder nur Formeln im Kopf gehabt wie?“

Man sah, dass Alan dem Wein schon reichlich zugesprochen hatte.

„Klar darfst du mit lachen, ich habe gerade erzählt, wie du und Don euch als Kinder geschlagen habt, weil Don dir das Mädchen für den Abschlussball ausgespannt hat. Hast dich damals einfach auf ihn gestürzt obwohl du sowieso keine Chance hattest. Das nenne ich todesmutig. “ Alan lachte, Amita lachte mit ihm, Colby gluckste, Liz und Don grinsten und die Bekannte seines Dads, deren Name er schon wieder vergessen hatte, schmunzelte.

 

An vielen anderen Tagen hätte Charlie das vielleicht auch lustig gefunden aber heute war ihm nicht danach. Er ärgerte sich, dass Amita ihn auslachte…..ihn ärgerte einfach alles. Nur Formeln im Kopf….tsss……alle spannten ihn für ihren Kram ein und dann musste er sich auch noch solche Sprüche anhören, wenn er bei diesem Stress mal was vergas. Familie konnte manchmal echt anstrengend sein.

„Ja, sehr lustig….tut mir leid, wenn ich nur kurz lache aber ich muss noch was arbeiten. Wünsche weiterhin viel Vergnügen, vielleicht gibt es ja noch mehr Amüsantes aus meiner Kindheit zu berichten.“ Mit diesen Worten drehte Charlie sich um und verschwand in Richtung Garage.

 

Die anderen blieben verdutzt zurück. „Charlie wir….“, Amita machte Anstalten, hinterher zu laufen aber Alan hielt sie zurück.

„Lass ihn“, meinte er immer noch beschwingt. „ Mein Kleiner kriegt sich schon wieder ein“. „Noch jemand Nachtisch?“

Alan tänzelte in die Küche. Don stand auf und folgte ihm.

 

„Dad“, sagte er, während Alan mit dem Schokoladeneis hantierte, „ich finde nicht, dass wir Charlies dieses Verhalten durchgehen lassen sollten!“

„Donnie, mein Junge, dein Bruder ist kein Kind mehr! Was sollen wir deiner Meinung nach machen? Ihn verprügeln?“ Alan gluckste.

„Nein Dad, aber ich finde, Charlie muss heute Abend dabei sein. Es gibt schließlich noch Wichtigeres als Arbeit…..ich sollte mal mit ihm reden “

„Das sagt der Richtige…aber ok, mach das. Nur keine Kämpfe bitte!“ Alan verschwand mit den Desserttellern zurück zum Tisch.

Don folgte ihm, entschuldigte sich am Tisch für einen Moment und ging in Richtung Garage. Es machte ihn einfach wütend. Ihre Mutter hatte schon Wert darauf gelegt, dass bei solchen Zusammenkünften immer alle dabei waren aber Charlie schien das egal zu sein.

 

Außerdem hatte Don sich wirklich auf den Abend gefreut nachdem es im Büro heute richtig stressig gewesen war. Sein Chef hatte mit ihm über Publicity geredet…..er konnte dieses Thema nicht ausstehen. „Wir müssen etwas für unser Image tun, Agent Eppes….“ Ja ja, sonst noch was?