Kapitel 8

 

Es dauerte keine halbe Stunde, da kam Jennifer. Sie hatte Sylvie zu einer Freundin gebracht. Sie saß im Auto und überlegte, was passiert sei. Als sie zu keinem Schluss kam, stieg sie aus und ging auf die Haustür zu. Sabrina saß zwischen Don und Charlie auf der Couch und die drei unterhielten sich angeregt. Sie war glücklich solche Cousins zu haben. Ihr größte Angst war, dass sie sie nicht akzeptieren würden, aber es kam anders als erwartet.

"Du wusstest also nicht von uns bis deine Mathelehrerin dir meinen Namen und meine Adresse von der Uni gab?"

"Nein, ich habe dann im Internet nach deinem Namen gesucht und so habe ich alles herausgefunden. Ich hatte echt Angst vor unserem ersten Zusammentreffen. Wie ich dann Don begenete, wurde mir echt schlecht. Ich bin froh euch zu haben."

Plötzlich klingelte es an der Tür.

"Denkst du, dass es deine Mutter ist?", fragte Don.

"Ich weiß nicht. Es kann aber sein."

Alan öffnete die Tür. Als Jennifer Alan erblickte, bekam sie einen dicken Klos im Hals. Es war der Bruder ihres verstorbenen Mannes. Sie brach in Tränen aus und nahm den überaschten Alan in die Arme. Sabrina erkannte ihre Mutter und stand auf, um zu ihr zu gehen. Don hielt sie auf, und sie setzte sich wieder.

"Ich wusste nicht, dass du es bist bzw. dein Sohn Charlie. Schließlich gibt es den Namen Epps sehr oft."

"Komm erst einmal herein und setzt dich, dann erklären wir dir alles."

Jennifer kam ins Esszimmer und Sabrina stürzte auf ihre Mutter zu. Selbst Don und Charlie hatten Tränen in den Augen.

Sie setzten sich alle um den Esstisch und redeten. Dann stellte Don eine entscheidene Frage.

"Wer hat den Brief eigentlich geöffnet?"

"Das war ich. Ich wollte wissen, was mein Mann nach all den Jahren Alan schrieb. Es tut mir leid Alan."

"Du weißt aber schon, dass deine Tochter den Brief gelesen hat?" fragte Don Jeniffer.

"Warum hast du all die Jahre nichts gesagt?" fragte Sabrina ihre Mutter.

"Ich wollte dich schützen, warum hast du mir nicht erzählt, dass du den Brief gefunden und gelesen hast?

"Naja, ich wollte wiederum dich schützen." sagte Sarbina.

"Wie hast du den Brief denn in die Finger bekommen?" fragte Charlie.

"Die Ärzte haben mich gebeten, seine persönlichen Sachen abzuholen und die Ärztin gab mir den Brief. Ich wusste die Adresse nicht und ich musste erstmal verkraften das mein Mann gestorben war. Ich muss erhlich zugeben, dass ich ihn vergessen habe. Das Sabrina ihn beim aufräumen finden würde, habe ich natürlich nicht gedacht."

"Es ist komisch." sagte Sabrina nach einer Weile.

"Was ist komisch?" ,fragte Don sie.

"Naja, jetzt habe ich endlich, so hoffe ich doch, eine Familie, die mich mag."

"Warum sollten wir dich nicht mögen?" sagte Charlie leicht erstaunt.

"Ich weiß auch nicht."

"Möchtest du bei mir noch Mathenachhilfe, oder willst du dir lieber einen anderen Lehrer suchen?"

"Ich bleibe natürlich bei dir. Warum sollte ich mir einen neuen Lehrer suchen? Einen besseren kann ich gar nicht bekommen, oder möchtest du mir keine Nachhilfe mehr geben?"

"Doch, ich dachte nur vielleicht, dass du es nicht mehr möchtest, da du meine Cousine bist."

"Du spinnst ja!"

Es wurde sehr spät, denn Jennifer fing von den letzten Jahren an zu erzählen, die sehr schwer für die Familie waren. Es wurde schon Morgen als alles erzählt war. Sabrina ging an dem Tag nicht zur Schule, da sie erst einmal den schlaf von letzter Nacht nachholen musste. Don hingegen fuhr zur Arbeit, er war es gewohnt wochenlang keinen Schlaf zu bekommen.

Die Familie hatte sich gefunden und es ging alles den normalen Gang, ausser das der "Familiezuwachs" öfter zu Besuch kam.

 

-Ende-