Kapitel 4

 

Als ich mit den Hausaufgaben fertig war, ging ich ins Wohnzimmer. Ich hatte mich gerade gesetzt als es klingelte. Ich ging zur Tür um nachzusehen, wer es war. Es war meine kleine Schwester Sylvi, die mal wieder keinen Schlüssel dabei hatte. Ich setzte mich also wieder ins Wohnzimmer, konnte mich aber nicht wirklich auf das Fernsehen konzentrieren. Also schaltete ich durch die Kanäle und blieb auf einem Musiksender hängen. Ich musste immer wieder an den Abend bei Familie Epps denken. Es war Wochenende und ich hatte mich mit meiner Freundin Jules im Einkaufszentrum verabredet. Wir wollten ein bisschen shoppen gehen. Also ging ich in mein Zimmer und nahm mein Taschengeld aus dem Sparschwein. Wir trafen uns bei mir, damit wir zusammen dorthin fahren konnten. Es dauerte nicht lange, da klingelte es schon wieder an der Tür, doch diesmal war es Jules. Ich nahm meine Tasche und wir zogen los Richtung Bushaltestelle. Sie wusste, dass ich Nachhilfe in Mathe bekam.

"Und wie ist dein Nachhilfelehrer? Ist er wirklich so schrecklich wie du ihn dir vorgestellt hast?"

"Nein, er ist zwar Professor, aber ganz anders als du es dir denken magst."

"Nun erzähl schon, wie ist er so?"

"Er ist sehr nett."

"Du bist echt schlimm, muss ich dir denn jedes Wort aus der Nase ziehen?"

"Nein, ich möchte nur nicht darüber sprechen, okay?"

"Na gut, aber lange wird es nicht dauern, dann erzählst du mir alles, okay?"

"Ja."

Am Einkaufszentrum angekommen überlegten wir erst einmal, was wir uns kaufen wollten, denn Jules hatte wie immer, nicht genug Geld bei sich. Wir entschieden uns für einen Laden, der mir sehr gut gefiel. Ich schaute mich um. Es dauerte nicht lange, dann hatte ich das passende Teil für mich gefunden. Es war ein hellblaues Oberteil mit weiten Ärmeln. Ich ging mit Jules zur Kasse und wir bezahlten. Wir setzten uns in ein Cafè und überlegten, was wir als nächstes unternehmen sollten als ich Don erblickte. Er kam direkt auf uns zu.

"Hallo Sabrina, was machst du hier?"

"Hi Don, ich bin mit meiner Freundin hier, wir wollen ein bisschen shoppen und du?"

"Ich bin beruflich hier."

Jules schaute erst mich und dann Don an.

"Ah, dachte mir schon, das du nicht in deiner Freizeit im Anzug rumläufst."

"Mh..., du sorry ich muss jetzt weiter, viel Spaß noch beim shoppen."

"Danke und dir viel Spaß bei deiner Arbeit."

Als Don weg war, schaute Jules mich an.

"War das dein Nachhilfelehrer?"

"Nein, das war sein Bruder."

"Oh mein Gott, ist der süß."

"Ja, und viel zu alt für dich."

Als wir unsere Cola ausgetrunken hatten zogen wir weiter. Es dauerte nicht lange da, war ich wieder zu Hause und hatte mein ganzes Taschengeld ausgegeben. Mum fragte mich, wie es gewesen sei und ich erzählte ihr die Begegnung mit Don. Ich erzählte ihr auch, das Jules "Interesse" an Don hatte, er aber viel zu alt für sie war. Als ich wieder auf mein Zimmer kam, war meine kleine Schwester an meinen neuen Sachen.

"Sylvi ich habe dir schon tausendmal gesagt, dass du hier nichts zu suchen hast."

"Ich wollte doch nur schauen, ob du mir etws mitgebracht hast."

"Nein und jetzt verschwinde."

Nachdem Sylvi zu Tür raus war überlegte ich mir, was ich tun könnte. Ich entschied mich dafür ins Internet zu gehen und schaute, ob es etwas Neues über Westlife gab, dass war im Moment meine Lieblingsband.