Kapitel 1

 

Mein Name ist Sabrina Taylor und ich gehe in die 9. Klasse der L.A. High School Destrice. Meine Mathematiklerherin Mrs. Simon bat mich eines Tages nach dem Unterricht zu sich. Ich fragte mich warum, und ging mit einem schlechten Gewissen zu ihr. Sie hatte einen Stuhl gegenüber des Lehrerpultes aufgestellt wo sie mich bat, platz zu nehmen.

"Sabrina, ich muss ein ernstes Wort mit die reden. Wenn du nicht besser in Mathe wirst, musst du die 9. Klasse wiederholen. Ich möchte dir ernsthaft raten, Nachhilfe in diesem Fach zu nehmen. Ich habe hier einen sehr guten Professor für dich ausgesucht. Er unterrichtet an der CalSci und ich hoffe, er kann dir helfen. Ich habe mir die Freiheit genommen und für dich einen Termin bei ihm gemacht. Ich habe ihm auch deine Situation ein bisschen erklärt und du kannst morgen Nachmittag um 15.00 Uhr zu ihm gehen. Er wird sich deinem Problem in diesem Fach annehmen. Hier ist der Name und die Adresse."

Sie gab mir einen Zettel. Professor für angewandte Mathematik. Darunter stand ein Name. Charles Edward Epps und darunter die Adresse. Meine Lehrerin hatte es bestimmt nicht böse gemeint, aber ich war doch etwas geknickt, als ich den Raum verlies. Bei dem Namen Charles Edward Epps klingelte es bei mir. Auf dem Heimweg überlegte ich, wo ich diesen Namen schon einmal gehört hatte. Dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Mein Vater hatte vor vielen Jahren einen Brief an seinen Bruder geschrieben. Als ich nach Hause kam, stürzte ich die Treppe hoch in mein Zimmer. Ich schloss die Tür hinter mir ab, denn meine Mutter wusste von nichts. Mein Herz hämmerte gegen meine Brust, so das es wehtat. Mein Vater hatte uns vor vielen Jahren verlassen, aber bevor er das tat, hatte er versucht mit seinem Bruder Kontakt aufzunehmen. Wo hatte ich sie nur hingestellt? Ich wusste, ich hatte sie vor meiner Mutter versteckt, nur wo? Ich suchte überall, schließlich fand ich sie in meinem Kleiderschrank in der hintersten Ecke. Ich nahm die Schachtel mit zitternden Händen, denn ich hatte sie seit Jahren nicht mehr angefasst. Ich setzte mich auf mein Bett und öffnete sie. Dort waren Bilder von meinem Dad und dann hatte ich ihn in der Hand. Ich atmete ein paar mal tief durch, dann öffnete ich den Brief. Auf dem Briefumschlag stand nur ein Name: Alan Epps. Wie meine Eltern geheirateten haben hat mein Vater den Namen meiner Mutter angenommen. Ich las den Brief immer und immer wieder, dann setzte ich mich an meinen Computer und googelte nach dem Namen Charles Edward Epps. Es dauerte eine Weile, bis ich die richtige Seite gefunden hatte. Dann nahm ich mir die Zeit und las mir die Seite durch. Es waren auch die Namen von seinem Vater und Bruder aufgelistet. Das kann nicht sein? Den Namen Epps gibt es so oft. Ich nahm mir den Brief nochmals vor und rechnete nach, wobei ich den Taschenrechner zur Hand nahm. Auf der Internetseite standen auch die Geburtsdaten. Mein Vater ist im Jahr 1948 geboren, Alan dagegen ist im Jahr 1935 geboren. In dem Brief stand, dass Alan 13 war als mein Dad zur Welt kam, und es stand dort geschrieben, dass es ihm Leid täte, was immer er auch meinte. Das kann nicht sein. Solange suche und hoffe ich schon und dann soll es plötzlich so einfach sein? Auf der Internetseite stand auch, dass sein Bruder Don Epps beim FBI tätig sei. Ich kann es einfach nicht glauben. Ich weiß nicht, wie lange ich so schon da saß, bis mich ein Klopfen aus den Träumen riss. Es war meine Mutter, sie wollte wissen, was los war. "Moment bitte." Ich packte schnell den Brief wieder in die Kiste und verstaute sie wieder dort, wo ich sie versteckt hielt. Dann öffnete ich dir Tür.

"Was ist los? Ist was in der Schule passiert?"

"Nein Mum, es ist alles in Ordnung. Mrs. Simon hat mich nach dem Unterricht zu sich gebeten und sagte mir, dass, wenn ich nichts gegen meine Matheprobleme unternehme, ich sitzten bleiben würde. Sie hat für mich einen Termin ausgemacht, bei einem Professor für angewandte Mathematik. Er unterrichtet an der CalSci. Ich muss da morgen um 15.00 Uhr hin."

"Dann bin ich ja beruhigt, dass nicht mehr ist. Kommst du essen?"

"Ja, ich ziehe mich nur schnell um, dann komme ich. Gib mir eine Minute."

Nach dem essen setzte ich mich an die Hausaufgaben. Mathe mache ich immer zum Schluss, da ich es hasse.

"Mum, ich mache mich mal auf den Weg zur CalSci, damit ich mir den Weg für morgen ansehen kann und nicht zu spät komme."

"Ja, okay. Pass auf dich auf."

Ich ging in die Garage und wollte mein Fahrrad holen, doch es hatte einen Platten. "Verdammt, ich könnte Sylvi umbringen." So fluchte ich eine ganze Weile vor mich hin und achtete nicht, wo ich hinlief. Als ich mich umblickte, bemerkte ich, dass ich in die falsche Richtung gelaufen war. Also ging ich zur U- Bahn und fur Richtung CalSci. Ich schaute dabei auf die Uhr, denn ich wollte ja zu meiner ersten Nachhilfestunde morgen nicht zu spät kommen. Als die U-Bahn hielt, stieg ich aus und lief weiter. Es dauerte keine 3 Schritte und ich stand vor der Uni.