Teil 3

Mit einem leisem 'Dad?' wurde er von seinem Sohn wieder in die Gegenwart zurückgeholt. 'Alles in Ordnung?' 'Ja ja... ich musste nur gerade an was denken.' Er machte eine kurze Pause. 'Am besten rufst du mal bei Larry an, oder?!' Don hätte sich in diesem Moment am liebsten in den Hintern getreten. Wieso war er nicht sofort darauf gekommen? Nun ja... das war ja auch recht egal. Er sah noch einmal kurz zu seinem Vater, der sich gerade daran machte den Tisch wieder abzuräumen, zog sein Handy aus der Jackentasche und wählte Kurzwahltaste 8. Nach einem kurzem Augenblick hörte er ein Knacken in der Leitung, gefolgt von einem Tut Tut... Es knackte abermals und er hörte Larry's Stimme. 'Fleinhardt?' 'Hi Larry! Hier ist Don. Ich rufe nur an, weil ich fragen wollte, ob Charlie bei dir ist.' 'Charles? Nein. Wieso? Sollte er? Ich habe ihn seit gestern mittag auf dem Campus nicht mehr gesehen.' Das war nicht das, was Don hören wollte. Wo steckte Charlie bloß? Das konnte doch nicht wahr sein. Wenn er irgendwo hin wollte, hätte er doch wenigstens einen Zettel schreiben können oder so was. Ihm fiel auf, dass er am anderen Ende der Leitung immer noch Larry hatte und sagte 'Ok... Danke Larry! Falls er sich bei dir meldet, ruf' mich bitte sofort an! Danke! Bye!'. Dann legte er auf. 'Also bei Larry ist er auch nicht. Langsam mach' ich mir echt Sorgen.' Sein Vater kam ins Wohnzimmer gelaufen. 'Gut! Dann bin ich ja nicht allein.' Er sah seinen Sohn aufmerksam an. 'Und was machen wir nun?' 'Für eine Suchmeldung ist es noch zu früh. Charlie muss mindestens seit 24 Stunden vermisst werden.' Alan trat unruhig auf der Stelle. 'Aber solang...' 'Ich weiß Dad. Solang können wir nicht warten. Ich weiß.' Er fuhr sich mit der Hand durch's Haar. 'Ich werde jetzt trotzdem mal zur Uni fahren. Vielleicht ist er ja doch da. Oder vielleicht weiß Amita irgendwas.' Er warf nochmal einen Blick auf seinen Vater. Dieser stand wie ein begossener Pudel da. Man sah ihm förmlich die Sorgen ins Gesicht geschrieben. Don legte seinem Vater die Hand auf die Schulter. 'Keine Sorge Dad! Ihm wird schon nichts passiert sein.' Er drückte ihn leicht und verschwand aus dem Haus um zur Uni zu fahren. Und so hörte er auch nicht, was sein Vater noch sagte. 'Hoffentlich hast du recht!'