Part 3

 

 

„Nein!“ Charlie ging auf ihn los, als er die Waffe auf eine hübsche Studentin richtete. Er wollte dem FBI beweisen, dass er es ernst meinte. Sie hatten sein Ultimatum nicht eingehalten und er war stinksauer. Sie rangelten miteinander, dann fiel ein Schuss, Charlie lag dort, für einen Moment regungslos. Die Kugel hatte ihn getroffen und der Mann nutzte seine Chance und er gewann die Oberhand. Die studenten nutzten ebenfalls ihre Chance und liefen so schnell sie konnten weg, keiner verschwendete auch nur einen Gedanken an ihren Professor, der sich für einen von ihnen aufgeopfert hatte, sie wollten einfach nur so schnell wie möglich weg. Charlie ließ sich von dem Mann aber nicht unterkriegen. Er gewann schnell wieder die Kontrolle über sich und sie kämpfte jetzt um die Waffe, Charlie hatte einige harte Schläge einzustecken, aber nicht nur er. Plötzlich fällt ein weiter Schuss und Charlie spürt den leblosen Körper auf sich liegen. Er rollte den Mann von sich herunter und lag dann einen Moment schwer atmend einfach nur da. Schließlich rappelte er sich auf und blickte sich um. Er spürte keine Schmerzen. Das Adrenalin, welches in Mengen durch seinen Körper strömte verhinderte dies. Er blickte sich um, und was er sah, ließ ihn traurig werden. Um ihn herum lagen neun leblose Körper, einige liegen auf dem Bauch, das Blut verteilte sich auf ihrem gesamten Rücken und sie schwammen regelrecht in ihrem eigenen Blut. Es schien so, dass sie erschossen wurden, als sie versuchten wegzulaufen. Er dachte daran, das dies neun wunderbare jungen Menschen waren, die gerade erst angefangen hatte zu leben und die so wissbegierig waren. Charlie ging zu jedem einzelnen und suchte nach einem Puls, aber er wusste schon, dass es sinnlos war, bevor er überhaupt anfing, aber er musste es trotzdem versuchen. Langsam trottete er den gang entlang, hinaus an die frische Luft, die er erleichtert einatmete.

Auch dieses Mal kamen mehrere FBI-Agents angelaufen und auch dieses Mal lief Don ihnen allen vor raus. Als dieser bei Charlie ankam, zog er seinen kleinen Bruder erleichtert in seine Arme und hielt ihn fest. Es störte beide nicht, dass ihnen dutzende Menschen und Fernsehteams dabei zusahen.

„Charlie“, Amita kam weinend angerannt und die beiden Brüder trennten sich voneinander,

„Na los, geh schon kleiner“ löste Don sich von Charlie und gab ihm einen Klaps auf die Schulter, er wartete noch einen Moment bis er sich umdrehte, er war sich plötzlich peinlich all der Kameras und Leute bewusst und er wollte nicht, dass sie seinen Gefühlsausbruch sahen.

Als er sich schließlich umdrehte, lagen sich Amita und Charlie bereits in den Armen. Lange Zeit lösten die beiden sich nicht voneinander, als sich es schließlich taten, wischte Charlie ihr die Tränen weg und wollte ihr gerade einen Kuss geben, als sie erschrocken aufschrie.

“ Oh Gott, Charlie! Du bist ja verletzt!“

„ Was? Oh, ist mir gar nicht aufgefallen. Aber mach dir keine sorgen, es ist nicht schlimm“, versuchte er sie beruhigen, als ihr wieder eine Träne über die Wange lief.

Bei Amitas Worten kam Don angelaufen, der gleich zwei Sanitäter im Schlepptau hatte, die Charlie bestätigte, dass es nicht schlimm sei, er aber trotzdem mit ins Krankenhaus musste um genäht zu werden und um sicherzustellen, dass er keine inneren Blutungen hatte.