Part 2

 

 

Es lagen mehrere leblose Körper im Raum verteilt und die Studenten saßen alle in einer Reihe an die Wand gelehnt, einige von ihnen weinten, andere sahen einfach nur total verängstigt aus und einer von ihnen war einfach nur geschockt, er zeigte gar keine Gefühlsregung.

Aber das schlimmste war, das er Amita mit einem Arm fest umklammert hielt und ihr mit der freien Hand eine Waffe an den Kopf hielt.

Als der Mann Charlies Schritte hinter sich hörte, drehte er sich ruckartig um und zog auch Amita mit sich. Er schrie Charlie an.

„ RAUS! Verschwinden Sie, oder ich bringe sie alle um!“

Die Waffe, die er für einen Moment in Charlies Richtung gehalten hatte, zeigte nun wieder auf Amita und er entsicherte die Waffe. Es machte ein leises Geräusch, welches Charlies Herz in die Hose sinken ließ.

Sein Hirn arbeitete wie noch nie zuvor. Was sollte er tun?

Einen Moment lang überlegte er zu tun, was der Mann ihm sagte, aber er überlegte es sich anders. Ein kurzer Blick in Amitas Augen hatte genügt um seine Idee sofort wieder zu verwerfen. Er tat nun das genaue Gegenteil und ging mit leicht erhobenen Händen auf das Paar zu. Er redete leise und bedächtig auf ihn ein.

„Lassen Sie sie gehen. Sie wird Ihnen nichts bringen. Ich bin viel mehr Wert. Mein Bruder ist FBI-Agent. Egal was Sie wollen, er wird es Ihnen besorgen.“

Der Mann schien für einen Augenblick zu überlegen.

„Sie sind Professor Eppes, oder? Ich habe Sie in dieser Zeitschrift gesehen. In der Vanity Fair, meine Freundin…Ex-Freundin liest diese Zeitschrift immer. Sie hat mir von Ihnen vorgeschwärmt.“

„JA, richtig. Sehen Sie, ich bin viel mehr Wert als sie. Sie ist nur eine bedeutungslos, schwache Professorin. Sie ist nicht einmal besonders Intelligent, sie hat den job doch nur bekommen, weil sie mit dem Chef geschlafen hat.

Aber wenn sie mich haben, dann kriegen Sie alles, was sie wollen, das verspreche ich Ihnen.“

Während er dies sagte, ging er immer weiter auf ihn zu.Dabei hoffte er inständig, dass Amita ihn verstehen würde, sie war doch die wichtigste Person in seinem Leben.

„OK, kommen Sie näher, langsam!“

„Erst lassen Sie sie gehen!“

Stattdessen ging der Mann auf Charlie zu, Amita immer noch fest umklammert.

Charlie ließ ihn einfach machen. Er hoffte, das genau das passieren würde, was er dachte. Und das tat es auch. Als der AMnn nah genug an Charlie dran war, schubste er Amita vohn sich und zog Charlie an sich. Nun hatte Charlie den Lauf der Waffe am Kopf. Er rief Amita, die bei dem harten stoß hingefallen war und sich nun versuchte aufzurappeln „Lauf!“ zu.

Doch sie konnte sich nicht rühren, sie starrte immer nur von der Waffe zu Charlie.

erst als Charlie ihr erneut zurief, sie solle endlich verschwinden, lief sie schluchzend davon.

Sie rannte so schnell sie konnte den Menschenleeren Flur entlang, hinaus durch die große Schwingtür, die Treppe hinunter, wo ihr bereits einige FBI-Agents entgegenkamen, darunter auch Don, dem sie weinend, kurz vorm Zusammenbruch stehend, in die Arme fiel.

„Amita! Bist du ok? Wo ist Charlie?“

Als Don keine Antwort bekam, bekam er Panik, er befürchtete das Schlimmste.

Wo war bloß sein kleiner Bruder?

Die Angst zerfraß ihn innerlich. Doch Amita war nicht dazu in der Lage ihm irgendwelche Antworten zu liefern, sie stand unter Schock und musste erst eine Beruhigungsspritze von den Sanitätern bekommen. Don blieb die ganze Zeit bei ihr, in der Hoffnung so schnell wie möglich eine Antwort von ihr zu bekommen.

Als sie endlich dazu in der Lage war ihm diese auch zu geben, es kam ihm vor wie stunden, da war er geschockt. Ihm gingen so viele Gedanken durch den Kopf.

Wie geht es ihm? Lebte er noch? Wieso hat er das gemacht? Aber auf diese Frage wusste er die Antwort bereits, die beiden waren sich doch ähnlicher, als sie beide dachten. Don hätte das Gleiche gemacht für Menschen die er liebte, und auch für jeden anderen Menschen.

Don wendete sich von Amita ab, als sicher war, das sich jemand gut um sie kümmert. Er war gerade bei seinen Kollegen angekommen, die ihn auch gleich fragte, was Amita sagte, als sein Handy klingelte.

Auf dem Display konnte er sehen, dass es Charlie war.

„ Charlie! Verdammt, wo bist du? Ich-„

„Hier ist nicht Charlie… ich verlange, dass sie Jessica Jordons herholen. Oder sie werden alle sterben. Ihr Bruder zuerst. Sie haben eine Stunde Zeit dafür.“

„ Ich will mit meinem Bruder sprechen, oder Sie kriegen gar nichts und wir kommen einfach rein und ich durch löchere Sie mit Kugeln.“

„ Don? Ich bin ok! Wie geht es Amita?“

„ Gott, Charlie, was hast du bloß getan? Es geht ihr gut. Ich hol dich da raus, versprochen, bleib einfach ruhig.“

„Okay ich-„

„ So, das reicht. Eine Stunde, vergessen Sie das nicht!“

Damit beendete er das Gespräch. Don blieb einen Moment fassungslos stehen, wo er war, dann rief er alle Einsatzkräfte zusammen und teilte ihnen den neuesten Stand mit. Jeder bekam etwas zu tun, er beauftragte seine besten Leute damit, diese Jessica Jordons zu finden und er selbst ging nervös auf und ab und rief seine Leute alle zwei Minuten an um zu fragen wo sie denn blieben. Gerade, als er wieder ein Gespräch mit Megan beendet hatte, hörte er einige dumpf hallende Schüsse, die seinen Atem ins Stocken geraten ließen.