Chapter 21

 

Nachdem die bisherigen Ermittlungen in Charlies Entführungsfall alle im Sande verlaufen waren, entschloss man sich zu drastischeren Maßnahmen zu greifen. Jeder, dem FBI bekannter, Schlupfwinkel von Cravens Anhängern wurde auseinander genommen. Einige seiner engsten vertrauten wurden in U-Haft genommen und verhört. Gerade eben wurde wieder eines dieser Mitglieder unter lautem Protestgeschrei in den Verhörraum des FBI gebracht. „Schweine! Überwachungsstaat! Dämonen Arschküsser! Ihr werdet euch noch wundern, wenn sie über euch kommen und euch verschlingen oder mit in den Abgrund zerren. Das Ende ist nah, ihr wollt es nur nicht sehen.“ „Zuviel Buffy, zuviel Angel?“ was meint ihr, Theodor warf einen fragenden Blick in die Runde. „Zuviel Drogen und Alkohol triffts wohl eher“, entgegnete David. Megan und Colby machten sich auf zum Verhör. Nach knapp einer Stunde, ließen sie es gut sein. Auch er konnte ihnen keine konkreten Hinweise geben. „Shit, genauso gut könnten wir mit einhundert Sachen gegen eine Betonmauer krachen“, ärgerte sich Colby. „Wieder nichts?“ interpretierte David Megans Gesichtsausdruck. Sie schüttelte den Kopf, „man könnte glauben, ein Raumschiff sei auf der Erde gelandet und hätte Charlie entführt. Ich hab so was noch nie erlebt.“ Sie warf einen Blick auf ihre Armbanduhr, „ich geh mal eben kurz in die Kantine. David, Theodor, der nächste gehört euch.“ Die beiden nickten.

 

Kurz nach zwölf Uhr mittags wurde Don aus dem Krankenhaus entlassen. Zu behaupten, er hätte sich fit wie ein Turnschuh gefühlt, wäre wohl übertrieben gewesen. Aber immerhin konnte er jetzt wieder geradeaus gucken und aufrecht auf zwei Beinen gehen, auch wenn ihn die Einstiche der Widerhaken noch schmerzhaft an das gestrige Erlebnis erinnerten und die Ursache für ein leichtes Hinken waren. Sein Vater stand mit seinem Wagen beim Eingang. „Hi Dad, du siehst ziemlich mitgenommen aus“, meine Don grinsend. „Ich sag lieber nicht, wie du aussiehst“, sein alter Herr war schon immer schlagfertig gewesen. „Wo ist mein Wagen?“ wollte Don wissen. „Der steht bei uns zu Hause, Colby hat ihn vorbeigebracht.“ „Colby“, sinnierte Don, „hast du eine Ahnung, wie der Teufelskerl mich gefunden hat?“ „Ich hab nicht nur eine Ahnung, ich weiß es sogar“, sein Dad startete den Wagen und fuhr Richtung Ausfahrt. „Und?“ „Und was?“ „Dad? Nerv mich nicht, ich fühl mich noch immer wie ausgekotzt.“ „Er hat auf eine alte Kriegslist zurückgegriffen“, gab sich Alan geheimnisvoll. „Wow, wie hilfreich. Du verbringst eindeutig zu viel Zeit mit Charlie, du sprichst schon genauso in Rätseln wie er“, meinte Don ein wenig beleidigt. „Colby hat ein schlechtes Gewissen deswegen Donnie. Wenn ich es dir sage, dann möchte ich, dass du mir versprichst, ihm nicht böse zu sein.“ „Komm schon Dad“, Don grinste, „es kann ja wohl nicht so schlimm sein. Was kann er denn schon großartig gemacht haben. Er hat mir doch sicher keinen Sender verpasst ….“ Alans Blick sprach Bände. „Hat er nicht“, Don sah ihn ungläubig an. Alan zuckte die Achseln und grinste verschmitzt. „Dieser elende Mistkerl, das darf doch nicht wahr sein“, regte sich Don auf.

 

„Nun komm mal schön wieder auf den Teppich mein Junge“, Alan setzte den Blinker und bog nach links ab, „sei froh, dass er das gemacht hat. Dir hätte sonst etwas zustoßen können.“ „Danke, in das große Vertrauen, dass ihr alle in mich habt“, murrte Don, „ich bin schon lange aus dem Alter raus, wo man Kindermädchen braucht.“ „Besondere Umstände, erfordern besondere Maßnahmen“, sagte Alan gelassen, „und derzeit befindet sich unsere Familie im „Ausnahmezustand“.“ Don schwieg eine Weile. „Was zum Teufel wolltest du in dieser Gegend?“ rutschte es seinem Vater plötzlich heraus. „Ich hab mich dort mit jemandem getroffen“, antwortete Don. „Ein Date kann das nicht gewesen sein“, stellte Alan trocken fest, „außer sie ist eine von diesen, wie heißen die doch gleich? Ach ja, Gruftis genau. Hast du dich mit ner Grufti-Braut getroffen?“ „Blödsinn Dad. Ich hab mich mit einem Informanten getroffen.“ „Hast du sie noch alle, alleine ohne jeden Schutz?“ „Dad, die Ampel, rot!“, schrie Don panisch. Alan trat, so fest er konnte, in die Bremsen. Trotzdem konnte er es nicht mehr verhindern, dass er auf den Vordermann auffuhr. „Klasse, ich hätte besser fahren sollen“, murmelte Don. Die beiden stiegen aus dem Wagen, um den Schaden zu begutachten. Zum Glück waren es nur ein paar Kratzer im Lack. Der junge Mann, dem das andere Fahrzeug gehörte, zeigte sich äußerst tolerant. Sie verzichteten darauf, die Polizei hinzuzuziehen und trennten sich in beiderseitigem Einvernehmen. Don nahm seinen Dad die Wagenschlüssel ab, „ich fahr jetzt.“ „Aber Don …“ Dieser hob kurz die Hand und brachte ihn damit zum schweigen.

 

Im Haus angekommen, ließ sich Don müde in den Fernsehsessel fallen. Wenn ihn schon der Weg vom Krankenhaus hierher zu schaffen machte, wie sollte er dann einen Tag im Büro überstehen? Ach ja, er war ja noch immer suspendiert und im worst case würde er auch nicht mehr zur Arbeit fahren brauchen. Das waren jedenfalls die Worte des großen Unbekannten gewesen. Gedankenverloren strich er über die Wunde an seinem Oberschenkel. „Hallo Don, wie geht es dir?“ Amita stand plötzlich vor ihm. Erschrocken fuhr er zusammen, „hi, mir geht es gut und dir?“ „Ich hab gerade die letzten Berechnungen vorgenommen. Ich lass jetzt alles noch einmal durch ein spezielles Programm laufen. Es checkt die Querverweise und ….“ „Danke Amita, mehr kann mein kleines Agentengehirn im Moment nicht vertragen“, sagte er mit einem schiefen Grinsen. „Soll ich dir ein Aspirin holen“, fragte sie ihn besorgt. „Um ehrlich zu sein, könnte ich wohl die ganze Packung fressen und es würde mir nicht helfen. Meine Kopfschmerzen sind anderer Natur.“ Er erhob sich und bedeutete ihr, ihm in den Garten zu folgen. „Ich denke ständig darüber nach, was mir der Kerl gestern Abend erzählt hat“, begann er. „Möchtest du darüber reden?“ „Eigentlich hab ich vor, euch alle darüber zu informieren. Und wenn möglich, möchte ich auch Larry dabei haben.“ „Larry?“ Amita runzelte verwundert die Stirn.

 

„Er gehört doch zu diesen „Verschwörungstheoretikern“, denk ich jedenfalls. Und nach allem was ich gehört habe, ist Craven Teil einer solchen.“ Sie nickte nachdenklich, „damit rennst du sicher offene Türen bei ihm ein. Geht es dabei auch um Charlie?“ Ihre Augen bekamen einen glasigen Blick und ihre Mundwinkel wanderten nach unten. Zärtlich legte er eine Hand auf ihre, „hey, wir kriegen das schon hin. Was haben deine Berechnungen ergeben?“ Sie schluckte, „ein paar Morde fallen irgendwie aus dem Rahmen. Ich weiß nicht, weshalb uns das nicht schon beim ersten Mal aufgefallen ist.“ „Wahrscheinlich, weil niemand von uns wirklich danach gesucht hat. Craven ist unbestritten ein Serienkiller. Auf den ersten Blick haben diese Morde in unser Schema gepasst. Jetzt wo wir wussten, wonach wir suchen müssen, konntest du die Suche genauer verifizieren und deine Berechnungen entsprechend anpassen“, er zwinkerte ihr aufmunternd zu. Dann nahm er sein Mobile in die Hand und startete seinen Rundruf bei Milly. Steckte jemand vom FBI hinter der ganzen Sache, konnte er nicht sicher sein, ob das Haus verwanzt war. Im Büro konnte er sowieso nicht darüber reden. Was bot sich da besser an, als ein Besprechungszimmer in der CalSci? Er beraumte die Besprechung für einundzwanzig Uhr an. „Hier seid ihr beiden“, stellte Alan erleichtert fest, als er Don und Amita im Garten entdeckte, „ich wollt euch nur sagen, das Essen ist fertig.“ „Äh Dad? Ich hab noch eine Bitte an dich. Sei vorsichtig, mit den Dingen, die du ihm Haus sagst und in der Garage. Gut möglich, dass jemand mithört.“ Alans gute Laune war mit einem Schlag verschwunden, „das glaub ich einfach nicht! Was ist das hier? George Orwells 1984? Zuerst entführen sie Charlie, dann diskreditieren sie dich beim FBI und jetzt pflanzen sie auch noch Wanzen in unser Haus“, sein Gesichtsfarbe wechselte auf dunkelrot. „Beruhig dich Dad, es ist nur eine Vermutung. Ich hab Colby gebeten, nachher mal vorbeizukommen und es zu überprüfen. Reine Vorsichtsmaßnahme“, erklärte Don. Wutentbrannt marschierte Alan zurück ins Haus. Das Essen war köstlich, die Stimmung total im Eimer.

 

Don, Amita und Alan waren die ersten, die sich in Millys Büro eingefunden hatten. Colby überprüfte das Haus noch auf etwaige Spionageutensilien. Megan und David hatten länger als geplant im Büro festgesessen und Larry kam direkt von der NASA. „Eine scheußliche Geschichte“, seufzte Milly, „und ihr habt noch keinen Anhaltspunkt über Charlies Aufenthaltsort?“ Don schüttelte den Kopf, „es gibt immer wieder Leute, die ihn irgendwo gesehen haben wollen, aber leider nichts Konkretes.“ „Gab es denn keine Lösegeldforderungen oder was halt sonst so bei Entführungen üblich ist. Ich bin auf diesem Gebiet nicht so versiert“, meinte sie entschuldigend. „Nichts dergleichen. Charlies Entführern geht es nicht um Geld, ich werde das später noch erläutern“, Dons Kopf ruckte in Richtung Bürotür, als es klopfte. Es war Larry, gefolgt von Megan und David und Dt. Walker. „Hallo alle zusammen“, grüßte Megan, die beiden anderen nickten kurz. „Don ich habe mir erlaubt, Dt. Walker mitzunehmen. Im Mordfall Lydia Wise und auch der beiden anderen Mädchen, bei denen Craven meinte, das wäre nicht sein Werk, hat sich aufgrund der Autopsie was Neues ergeben“, Megan holte Luft. „Hat man die beiden anderen Mädchen nicht schon längst beigesetzt?“ hakte Don interessiert nach. „Tja“, Walker nickte, „Richter Morton war mir noch einen Gefallen schuldig. Ich hab sie exhumieren lassen und unser Verdacht wurde bestätigt.“ „Gut gemacht“, jubelte Don, „das sind doch mal gute Nachrichten.“ „Nichts ganz“, Walkers Miene verfinsterte sich, „kurz nach Abschluss der Autopsie wurde ins Leichenschauhaus eingebrochen. Die Leichen der beiden Mädchen sowie die Aufzeichnungen von Dr. Kovats sind verschwunden. Aber ….“ Es schien als würde Walker auf einen Trommelwirbel warten, „ich hab die Abzüge der Bilder bereits vorher, zusammen mit einer Kopie des Berichtes, erhalten.“ „Wir können nicht immer verlieren“, meinte Don grimmig, „ich hoffe, sie wissen, worauf sie sich da eingelassen haben, Walker.“

 

„Mein zweiter Vorname ist Risiko“, feixte er. Larry und Colby traten zur gleichen Zeit ein. Während Larry zu Megan hinüberging, um sie zu begrüßen, ging Colby zu Don, „das Haus ist sauber, auch die Garage. Bis jetzt jedenfalls. Ich hab Theodor vor Ort gelassen und ihm gesagt, er soll ein Auge darauf haben.“ „Danke Colby“, Don drückte ihm die Hand. „Wie ich sehe, sind wir vollzählig“, erhob Milly ihre Stimme, „dann folgt mir bitte.“ Sie gingen den langen Gang hinunter und machten vor einem der kleineren Hörsäle Halt. Drinnen stand alles, was man zu einem Vortrag brauchte. Eine Tafel, ein Overhead-Projektor, eine Leinwand und ein Video-Beamer. An diesen schloss Amita sogleich ihren Laptop an. Sie hatten sich darauf geeinigt, dass Don zuerst von seiner Unterredung berichten sollte, dann würde Walker zu Wort kommen und am Schluss Amita. Jeder suchte sich einen Platz. Einige von ihnen fühlten sich sofort wieder an ihre Zeit am College erinnert. Während Don über seine Unterhaltung mit dem Unbekannten sprach, ging ab und an ein Raunen durch die Anwesenden. Amita, Larry und auch Megan machten sich laufend Notizen, ebenso wie Walker. Nachdem Don fertig war, kam Dt. Walker nach vorne. „Danke Don für diese äußerst interessanten Ausführungen. Im Moment sieht glaube ich niemand von uns, wo das alles noch hinführen wird, aber ich hoffe am Ende dieser „außerordentlichen Vortragsreihe“ sind wir alle ein wenig schlauer.“ Er räusperte sich.

 

„Kommen wir also zum Fall Lydia Wise. Wie Agent Eppes sehr richtig am Tatort erkannte, wurde das Mädchen mit einer Garrotte getötet. Und laut Autopsie befanden sich auch noch Reste von GHB, der Vergewaltigungsdroge schlechthin, in ihrem Blut. All das, zusammen mit dem Fundort der Leiche und dem dazugehörigen Umfeld, passt haargenau auf die Morde von Cynthia Heat und Nathalie Ryan. Cravens, vermeintlich, letzten Opfern. Aber … man hat noch etwas gefunden. Im Hals von Lydia Wise steckte ein Stück Stoff. Laut Aussage der Gerichtsmedizinerin wurde es der Leiche post mortem in den Rachen geschoben.“ „Wie ekelig“, meinte Milly halblaut. „Dieses Stück Stoff wies eine Besonderheit auf. Es trug nämlich den Aufdruck eines Emblems und zwar von der Biola University. Das ist eine private, christliche Einrichtung, die sich im Süden von Kalifornien befindet. Daraufhin nahm ich mir die Autopsieberichte von Heat und Ryan zur Hand. Dort stand nichts über eine solche „Botschaft“. Allerdings waren diese Autopsien noch von Dr. Whiteman durchgeführt worden. Der sich mittlerweile im Ruhestand befindet. Ich weiß noch von drei anderen Autopsien, bei denen er zum Ende seiner Karriere hin geschludert hat. Deswegen suchte ich Richter Morton auf. Es gab keinerlei Probleme die Exhumierungen zu erwirken. Die Eltern von Heat und Ryan waren zwar nicht sehr angetan darüber, aber als ich ihnen gegenüber erwähnte, dass der Mann, der ihren Töchtern das angetan hat, noch auf freiem Fuss sein könnte und soeben wieder zugeschlagen hätte, gaben sie sofort ihre Zustimmung. Das war’s erst mal von meiner Seite aus“, sagte Walker und ging zurück auf seinen Platz. Wieder leises Gemurmel in den Reihen. Doch als Amita sich nach vorne stellte und die Ergebnisse der Berechnungen an die Leinwand projizierte, wurde es gleich wieder so still, dass man hätte eine Stecknadel fallen hören.

 

Sie begann damit, die ursprünglichen Berechnungen den neuen gegenüberzustellen und zeigte auch gleich die Unterschiede auf. Insgesamt kam sie auf fünf Abweichungen, inklusive der Morde an Heat, Ryan und Wise. Die zwei anderen lagen schon einige Zeit zurück, präzise gesagt: neun und sechs Monate. „Der Mord an Heat geschah vor ungefähr drei Monaten, nur Ryan und Wise fallen komplett aus dem Rahmen.“ „Der Mörder ist anscheinend irgendwie unter Druck geraten“, meldete sich Megan zu Wort. Anfangs hielt er sich an eine bestimmte Zeitabfolge, wie wir alle erkennen können, doch jetzt scheint seine Welt aus den Fugen geraten zu sein. Irgendwas muss vorgefallen sein und hat ihn veranlasst, seine Tötungsintervalle zu verkürzen. Zu Beginn seiner „Karriere“ konnte er anscheinend über einen längeren Zeitraum hinweg von seinen Verbrechen zehren. Er hat sie wahrscheinlich immer und immer wieder in seiner Fantasie durchlebt. Aus irgendeinem Grund genügt ihm das nicht mehr und er muss die Intervalle verkürzen, um seine Triebe zu befriedigen.“ Milly verzog angewidert das Gesicht. „Danke Megan, für diese kurze Analyse, ich möchte, dass du dich gleich morgen hinsetzt und anfängst an einem Profil für diesen Kerl zu arbeiten, aber „Top Secret“. Niemand soll davon Wind bekommen“, bat Don eindringlich, „Amita, mach bitte weiter.“ Das tat sie und lieferte gleich das nächste Ergebnis, „Cravens Opfer waren unabhängig von Alter, Rasse und Geschlecht. Aber: sie alle waren Angehörige der unteren Mittelschicht. Sowohl Heat, als auch Ryan und Wise sowie die beiden anderen Mädchen, Cassy Yielding und Andrea Rose, gehörten eindeutig zur Upper Class. Einer ganz anderen Gesellschaftsschicht.“

 

Larry hob die Hand, wie ein braver Schüler, „was auch zu Dons Schilderungen passen würde. Man neigt immer dazu Morde in Kreisen der High Society zu vertuschen. Nehmt Marilyn Monroe her. Sie war das typische Opfer einer Konspiration. Mit all ihren Kontakten zu JFK, seinem Bruder Bobby usw. Sie hätte weiß Gott was über sie ausplaudern können. Armes Ding. Also hat man ihren Mord kurzerhand als Selbstmord mit Drogen getarnt. In unserem Fall geht es aber anscheinend darum, dass jemand aus diesen Kreisen versucht, Schadensbegrenzung zu betreiben, in dem er die Leichen einem anderen Serienkiller, der sich bereits in Haft befindet, unterjubelt und neue Fälle als Nachahmungstaten einstuft.“ „Shit“, tönte es aus der anderen Richtung. Walker kehrte wieder an seinen Platz zurück, er war kurz draußen gewesen, um zu telefonieren, „die Leichen von Yielding und Rose können wir nicht exhumieren.“ „Wieso?“ fragte Don aufgeregt. „Die Mädchen wurden eingeäschert“, entgegnete Walker zähneknirschend. „Da ist wohl jemandem bei Heat und Ryan ein Fehler unterlaufen“, stellte Don fest. „Ein Fehler, den man versucht hat zu korrigieren, indem man ihre Leichen und die Beweismittel aus dem Leichenschauhaus entwendet hat“, warf Larry ein. „Leute, ich weiß nicht, was ihr denkt, aber die Sache wird immer schräger“, meinte Don und ließ seine Blicke durch die ratlose Runde schweifen.