Kapitel 5

Als erstes griff er nach dem Telefonhörer und wählte die Nummer seiner Partnerin Terry.
Nach einem kurzem Moment knackte es in der Leitung und die junge Frau meldete sich. „Lake?“ „Hey Terry! Ich bin's.“ „Don? Was ist los? Hast du schon...“, doch bevor sie weiterreden konnte fiel Don ihr ins Wort. „Terry ich brauche deine Hilfe!“ In diesem Moment hätte man wohl eine Stecknadel fallen hören können.
Terry kannte ihren Partner nun schon seit gut 10 Jahren und mittlerweile hörte sie schon allein an der Art wie er ihren Namen sagte, dass etwas in seiner Familie vorgefallen war. Er schlug dann immer eine ganz spezielle Tonart an. Eine Mischung aus Beherrschung, großer Besorgnis, Rat- und Hilflosigkeit. „Was ist passiert?“ fragte sie besorgt. Bevor Don antworten konnte musste er jedoch erstmal den Kloß aus seinem Hals verbannen. Dann sagte er leise & recht tonlos „Charlie wurde entführt.“

Terry sah ihren Partner vor ihrem innerem Auge mit hängenden Schultern an seinem Schreibtisch im Büro sitzen. In der einen Hand krampfhaft den Telefonhörer festhaltend und mit der anderen sein Gesicht verdeckend. Niemand sollte etwas sehen. Niemand sollte sehen, dass er weinte.

„Treffen wir uns bei euch zu Hause? [...] Don?“
Am anderem Ende der Leitung hörte man ein leises Schniefen. Darauf folgte ein Räuspern und Dons Antwort. „Ok. Ich bin in etwa 30 Minuten da.“ „Gut. Wir sind dann auch da. [...] Und Don? Mach' dir keine Sorgen! Wir werden ihn finden!“ sagte Terry mit einer beruhigenden Stimme. Don huschte ein leichtes Lächeln über sein Gesicht. Wie sehr hoffte er doch, dass seine Partnerin Recht behalten sollte.